Warum die Haut auch nach dem Sonnenbad Pflege braucht

Die Sonnencreme als wichtiger vorbeugender Schutz für die Haut ist bekannt. Da unsere äußere Schutzhülle gerade im Hochsommer allerdings sehr starken Belastungen ausgesetzt ist, ist ebenso die Nachbehandlung mit einem After-Sun-Produkt empfehlenswert. Bei der Hautpflege nach dem Sonnenbad sollten Sie einiges berücksichtigen.

Die Sommerferien haben begonnen und einem Familienurlaub steht nun nichts mehr im Wege. Ob man sich aufmacht und die Karibik bereist, an die Adria fährt, an einem Bergsee verweilt, sich im Schrebergarten die Sonne auf den Bauch scheinen lässt oder einfach nur auf Balkonien chillt, ist sicherlich für die Finanzen relevant. Eines aber bleibt überall gleich: Der Sonnenschutz muss passen! Schließlich tut ein Sonnenbrand auf den Seychellen nicht weniger weh als im Waldviertel, im Pinzgau oder im Ländle. 3–5 Tage benötigt die Haut, bis sie sich halbwegs von einem Sonnenbrand erholt, und bei intensiven Hautschäden ist die Rehabilitationszeit wesentlich länger.

Warum eine After-Sun-Lotion so wichtig ist

Grafik: UV-Index Kurve
Neben einer hochwertigen Sonnenschutzcreme empfehlen wir, im Hochsommer die Mittagssonne (11–15 Uhr) generell zu meiden und sich direktem Sonnenlicht nur in geringem Maße auszusetzen. Ein Sonnenschirm oder ein Hut (ein leichter Sonnenhut) bieten wertvollen Schutz – am Balkon, im Schrebergarten, auf der Badewiese und am Sandstrand.

Ist die Haut nach einem ausgiebigen Sonnenbad gerötet, heißt es rasch ab in den Schatten und mit kühlenden Mitteln die Leiden lindern. Doch nicht nur bei einem Sonnenbrand braucht die Haut Pflege. Generell empfehlen wir, die Haut nach einem heißen Tag zu verwöhnen, auch wenn die Sonne keine sichtbaren Spuren hinterlassen hat. Liegt man unter freiem Himmel, ist die Haut nämlich vermehrt unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt. UV-Strahlung, Hitze, Wind, Salz- und Chlorwasser sowie Schweiß entziehen ihr Feuchtigkeit. Hochwertige After-Sun-Pflegeprodukte aus Ihrer Apotheke eignen sich hervorragend für die Pflege nach einem Tag unter der prallen Sonne. Sie beruhigen die Haut, versorgen sie mit Feuchtigkeit und unterstützen idealerweise die Regeneration der Zellen. Wichtig ist, den Körper vor dem Auftragen der After-Sun-Lotion von Sonnencreme, Sand, Schweiß etc. zu befreien. So kann die Lotion ideal einziehen und der Haut bei der Regeneration bestmöglich helfen. Mit einer entspannten und erholten Haut können Sie sich bereits auf den nächsten Tag unter der Sonne freuen. Wir wünschen dabei viel Spaß!


 
Interview mit Herrn Prof. Dr. Wolf
Abteilungsleiter für Dermatologie und Venerologie im LKH-Universitätsklinikum Graz

Portrait von Herrn Prof. Dr. Wolf. Sonnenbrand„Mein Kind ist rot wie ein Krebs.“ – Welche Maßnahmen helfen, um Beschwerden zu lindern bzw. die Regeneration zu fördern?
Pflegende Maßnahmen wie die umgehende Anwendung einer kühlenden After-Sun-Lotion, idealerweise mit Reparatureffekt, und nachfolgend die Anwendung einer Hautlotion, die etwas reichhaltiger ist, um dem trockenen Hautzustand nach einem Sonnenbrand entgegenzuwirken.

Vom Baby bis ins hohe Alter – Wie reagiert die Haut mit fortschreitendem Alter auf die Sonne?
Dazu gibt es zurzeit immer noch keine ausreichend gesicherte Datenlage. Es scheint allerdings so zu sein, dass die Lichtempfindlichkeit im Kleinkindesalter besonders hoch ist, dann im Laufe der Zeit abnimmt und im höheren Alter (etwa ab dem 60. Lebensjahr) wieder zunimmt. Dies könnte möglicherweise mit dem Mikrobiom der Haut, einem Hot Topic aktueller Forschung, zu tun haben.

Welche Körperzonen sind besonders von einem Sonnenbrand gefährdet?
Die Hotspots des Sonnenbrandes sind die Ohren, die Nase und die Jochbögen sowie die Übergangszonen im Bereich von gewöhnlich durch Textilien sonnengeschützter Haut, beispielsweise im Randbereich des Bikinis etc.

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