Hämorrhoiden sind normal – ein Hämorrhoidalleiden hingegen nicht!

Hämorrhoidalleiden. Hämorrhoiden haben nicht den besten Ruf. Was aber kaum jemand weiß: Wir brauchen sie. Sind sie allerdings vergrößert, bereiten sie uns Ärger. ­Die gute Nachricht: Mit einer Behandlung von innen lassen sich ausgezeichnete Erfolge erzielen.

Niemand wünscht sich Hämorrhoiden, dabei haben wir sie alle. Sie sind nämlich per se keine Krankheit, sondern ein wichtiger Bestandteil des Analkanals, der unseren inneren und äußeren Schließmuskel bei der Abdichtung unterstützt. Die Schwellkörper aus Arterien und Venen in der Schleimhaut des Enddarms füllen sich im Ruhezustand mit Blut; das garantiert, dass bei Anstrengungen oder Husten und Niesen alles dort bleibt, wo es bleiben soll. Beim Stuhlgang hingegen erschlaffen diese Schwellkörper. Funktioniert alles einwandfrei, nehmen wir von der Existenz unserer Hämorrhoiden keinerlei Notiz. Kann das Blut in den Hämorrhoiden beim Stuhlgang aber nicht mehr abfließen, damit der Schwellkörper erschlafft, bereiten sie uns Probleme.

Sitzen bereitet den Betroffenen Schmerzen.

Wie kommt es zu einem ­Hämorrhoidalleiden?

Die Ursachen für ein Hämorrhoidalleiden sind vielfältig. Meist entstehen die Beschwerden aber, wenn der Analbereich unter großem Druck steht. Dies ist etwa bei chronischer Verstopfung oder bei Schwangerschaft und Geburt der Fall. Ein schwaches Bindegewebe sowie eine überwiegend sitzende Lebensweise sind ebenfalls nicht von Vorteil. Auch wer sich ballaststoffarm ernährt oder wenig trinkt, ist besonders gefährdet, da diese Ernährungsweise Verstopfungen begünstigt. Obwohl im Schnitt 70 Prozent aller Erwachsenen im Laufe ihres Lebens zumindest einmal von einem Hämorrhoidalleiden geplagt werden, sind die krankhaft vergrößerten Schwellkörper nach wie vor ein Tabuthema. Es ist jedoch angeraten, dieses Thema nicht unter den Tisch zu kehren, sondern frühzeitig gegenzusteuern. So lässt sich das Problem rasch wieder in den Griff bekommen. Denn wer schon einmal „Hämorrhoiden“ hatte, weiß, wie belastend diese Beschwerden sein können.

Wie erkenne ich ein Hämorrhoidalleiden?

Bereiten die Hämorrhoiden Ärger, können sich die Beschwerden ganz unterschiedlich zeigen. Dabei ist auch nach Schweregrad (siehe Kasten rechts) zu differenzieren. Meistens äußern sie sich als drückende, stechende Schmerzen sowie durch hellrote Blutungen oder Blutauflagerungen beim Stuhlgang. Ein Stuhldrang ohne Stuhl deutet ebenfalls auf ein Hämorrhoidalleiden hin. Betroffene klagen auch häufig über unerträglichen Juckreiz am After sowie über ein Nässen. Im fortgeschrittenen Stadium können die vergrößerten Hämorrhoiden sogar hervortreten und Stuhlreste nach außen rutschen. Das kann im Alltag zu erheblichen Einschränkungen führen.

Was hilft?

Wer anfängliche Symptome eines Hämorrhoidalleidens bemerkt, sollte in erster Linie Ruhe bewahren. In den meisten Fällen ist das Problem gut behandelbar. Neben diversen Cremes und Gels aus der Apotheke ist auch die ganzheitlich orientierte Homöopathie empfehlenswert. Durch die Einnahme von homöopathischen Tropfen werden nämlich die Selbstheilungskräfte angeregt. Diese Tropfen lindern somit nicht nur die Beschwerden, sondern bekämpfen das Problem dort, wo es entsteht: im Körperinneren. Lassen Sie sich von der Apotheke Ihres Vertrauens beraten, um dem Problem „Hämorrhoiden“ ein Ende zu setzen!


Stadien eines Hämorrhoidalleidens

Grad 1

Milde und häufigste Form, die nur bei einer Analkanalspiegelung sichtbar ist, jedoch mit Blutungen verbunden sein kann.

Grad 2

Leicht vergrößerte Hämorrhoiden, die beim Stuhlgang hervortreten können, sich aber danach von allein wieder zurückziehen.

Grad 3

Vergrößerte Hämorrhoiden, die beim Stuhlgang oder anderen Anstrengungen wie beim Joggen etc. hervortreten können und mit dem Finger zurückgeschoben werden müssen.

Grad 4

Hämorrhoiden sind dauerhaft hervorgetreten und lassen sich nicht mehr in den Analkanal zurückschieben.

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