Die faszinierende Welt der Bienen

Im Jahr 2023 haben wir für unsere APOVITAL-Leserinnen und -Leser eine besondere Serie parat: Die Welt der Bienen. Ein ganzes Jahr lang begleiten wir ein Bienenvolk – vom Einzug in die Bienenwiege bis hin zur Gewinnung des Honigs. Dabei steht uns ein erfahrener Imker zur Seite, der Ihnen in den kommenden Monaten alles Wissenswerte zum Thema Bienen vorstellen wird. Bis unser Bienenvolk bereit ist und in die Bienenwiege einzieht, werden allerdings noch einige Monate vergehen, schließlich leben und arbeiten Bienen nach dem phänologischen Kalender. Heute präsentieren wir Ihnen einige interessante Fakten und Zitate über Bienen. Viel Spaß beim Lesen wünschen Ihnen Ihre fleißigen APOVITAL-Bienen!

Bienen waren schon im Weltall:

Bienen flogen im Jahr 1995 zu Forschungszwecken mit der Raumfähre Challenger mit ins Weltall. Dabei wurden unter anderem ihre Fähigkeiten zur Wabenkonstruktion im schwerelosen Raum untersucht. Zu diesem Zweck wurden Bienenbabys vom restlichen Volk getrennt, um sie beim Bau von Wachszellen zu beobachten. Zudem beobachtete man Arbeiterbienen bei der Reparatur von beschädigten Waben.

Eine Reise um die Welt:

Für nur 1000 Gramm Honig müssen Bienen einige Hunderttausend Kilometer zurücklegen! Wie viele genau, hängt von unterschiedlichen Faktoren wie der Lage, dem Wetter oder den Windbedingungen ab. Damit wir Menschen einen Kilogramm Honig verspeisen können, müssen rund 350–400 Bienen ihr Leben lang dafür arbeiten.

Die Königinnen unter den Bestäubern:

Fast 80 Prozent aller Nutz- und Wildpflanzen auf unserer Erde werden von der Honigbiene bestäubt. Die restlichen 20 Prozent gehen auf das Konto von Hummeln, Wildbienenarten, Fliegen, Schmetterlingen und anderen Insekten.

„Wenn die Biene von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.“ (Albert Einstein)

Bienen auf der Überholspur:

Die höchste Fluggeschwindigkeit von Bienen beträgt circa 70 km/h; haben sie Nektar dabei, liegt sie bei etwa 20 km/h. Bienen fliegen die Blumen insbesondere nach deren Geruch an; wie wichtig dabei das Aussehen ist, ist umstritten. Insgesamt legen die Tiere in ihrem kurzen Leben ca. 8000 km zurück.

Wenn Bienen trinken:
Arbeitende Bienen auf Bienenwabe. Welt der Bienen
Im Winter sitzen die Bienen, die jetzt im Stock sind, in der Wintertraube und erzeugen durch Zittern mit ihrer Flugmuskulatur eine Temperatur von rund 35 Grad, um sich selbst und die Königin in ihrer Mitte zu wärmen.

Manchmal kommt es vor, dass eine Biene etwas zu viel vergorenes Obst futtert. Genau wie wir Menschen sind dann auch diese Insekten betrunken. In der Regel fliegt eine betrunkene Biene nicht, sondern bleibt am Ort des Geschehens sitzen und hockt ihren Rausch aus. Man sagt, dass betrunkenen Bienen der Einlass in den eigenen Bienenstock von den anderen Bienen verwehrt wird.

Tanz, Biene, tanz:

Bienen haben eine komplexe Form der Kommunikation. Sie informieren andere Mitglieder des Bienenstocks über Nahrungsquellen, neue Stockansiedlungen und sonstige Vorkommnisse innerhalb des Stocks (wie z. B. die Nektarversorgung) mithilfe von speziellen Tänzen. Wie diese genau aussehen, erfahren Sie in einer der nächsten Ausgaben.

Eine Blume nach der anderen:

Eine Biene fliegt täglich mehr als 2000 Blüten an. Allerdings machen wir Menschen den Bienen das Leben oftmals schwer. Kurz getrimmter Rasen und englische Gärten rauben den Bienen das Lebenselixier! Achten Sie daher darauf, zumindest ein paar Quadratmeter in Ihrem Garten wild blühen zu lassen – das freut die Bienen!

Eine große Familie:

Insgesamt gibt es mehr als 30 000 verschiedene Bienenarten auf unserer Erde. Als größte Biene der Welt gilt die Wallace-Riesenbiene (Megachile pluto), die in etwa so groß wie ein Daumen wird. Dieses schwarze Insekt galt lange Zeit als ausgestorben, wurde aber vor einigen Jahren in Indonesien gesichtet.

Wenn bitter sich die Menschen streiten
mit Grösse wie mit Kleinigkeiten,
da weiche ich am liebsten aus
und flüchte mich ins Bienenhaus.

Hör ich das friedliche Gesumm,
vergess ich Schelten und Gebrumm,
und aller Krieg und Krach auf Erden
kann mir sogleich gestohlen werden.

Ein Blümchen vom Boden hervor
war früh gesprosset im lieblichen Flor,
da kam ein Bienchen und naschte fein –
die müssen wohl beide füreinander sein!

Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: