Office-Eye-Syndrom – Ein Lichtblick am Horizont

Unsere Augen stehen ständig unter Strom. Durch Bildschirmarbeit werden sie zusätzlich belastet. Juckende, gerötete und teilweise sogar schmerzende und brennende Augen sind die Folge. Augentropfen lindern die Beschwerden.

7,5 Stunden verbringen Kinder neuesten Studien zufolge vor diversen Bildschirmen. Jugendliche noch etwas mehr und wenn man zu den Millionen Erwachsenen gehört, die vorrangig am Bildschirm arbeiten, kommt man locker über zehn Stunden pro Tag, die man in ein elektronisches Kästchen schaut. Bildschirme sind nun einmal in unserer Zeit omnipräsent. Sogar nachts, wenn wir im Bett liegen, geht unser Blick noch auf das Smartphone. Und der erste Blick am Morgen geht meist wieder auf selbiges. Dass darunter unsere Augen sehr stark leiden, braucht nicht wirklich zu verwundern.

Das Office-Eye-Syndrom ist weit verbreitet

Sitzen wir angestrengt vor den Bildschirmen im Büro, blinzeln wir viel zu selten und belasten dadurch unser Auge. Daher wird das diesbezügliche Beschwerdebild der trockenen, gereizten und teilweise sogar schmerzenden Augen gerne unter dem Begriff „Office-Eye-Syndrom“ zusammengefasst. Auslöser der Beschwerden sind in vielen Fällen Komplikationen mit dem Tränenfilm. Der Tränenfilm ist für die Spülung und Desinfektion entscheidend und zeichnet sich außerdem dadurch aus, dass er die Hornhaut vor dem Austrocknen schützt. Dies gelingt, indem durch den Lidschlag die Tränenflüssigkeit gleichmäßig über das Auge verteilt wird. Ist der Tränenfilm gestört, sind Komplikationen unausweichlich. Doch so weit muss es nicht kommen!

Der Tränenfilm ist ein dünner, flüssiger Film, der die Augenoberfläche schützt.

Das tut Ihren Augen gut

Mit einfachen Mitteln können wir unsere Augen entlasten. So sorgen regelmäßige Bildschirmpausen und bewusstes Blinzeln dafür, dass sich die Augen zumindest kurzfristig erholen können. Indem Sie einige Male hintereinander bewusst die Lider zusammenpressen und in die Ferne blicken, helfen Sie den Augen ebenso. Weitere Hilfe finden Sie in Ihrer Apotheke. Tränenersatzmittel in Form von Augentropfen befeuchten die Augenoberfläche und stabilisieren den Tränenfilm. Damit werden die typischen Beschwerden des „Office-Eye-Syndroms“ wie trockene, juckende Augen rasch gelindert. Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach konservierungsmittelfreien Augentropfen. Beim häufigen Anwenden von Augentropfen, die Konservierungsmittel beinhalten, droht die Gefahr, dass es zu einer chronischen Entzündung der Augenoberfläche kommt. Diese Entzündung kann das vorbestehende Office-Eye-Syndrom verschlechtern.

Der Tränenfilm besteht aus einer isotonen Salzlösung und Proteinen (wie z. B. Lysozym oder Immunglobulin A) und gliedert sich in drei Schichten:

Äußere Lipidschicht (aus den Meibom-Drüsen)
Funktion: Verzögerung der Verdunstung der wässrigen Schicht
und Befeuchtung der Augenlider beim Gleiten über den Augapfel

Wässrige Zwischenschicht
(aus der Glandula lacrimalis; die dickste der drei Schichten)
Funktion: Versorgung des Hornhautepithels mit Sauerstoff

Innere, schleimige Schicht
(Muzinschicht; aus den Becherzellen der Bindehaut)
Funktion: ermöglicht die Umwandlung des Hornhautepithels von hydrophob zu hydrophil

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