Heilpflanzen vor der Haustüre: Spitzwegerich

Heilpflanze Spitzwegerich. Man muss nicht immer in die Ferne schweifen – häufig ist das Gute näher, als man denkt. So verhält es sich auch bei Heilpflanzen. Direkt vor unserer Haustüre oder zumindest in nächster Nähe wachsen nämlich wertvolle Pflanzen, die unser Wohlbefinden stärken können. Einige davon möchten wir dieses Jahr in den Fokus rücken. In der aktuellen Ausgabe der APOVITAL schauen wir uns den Spitzwegerich genauer an.

Vorkommen

Der Spitzwegerich ist eine mehrjährige Pflanze, die ca. einen halben Meter hoch werden kann. Er ist eine äußerst widerstandsfähige Pflanze, die beinahe auf der ganzen Welt anzutreffen ist – so auch in den heimischen Gärten, Wiesen und Waldlichtungen – und sogar in Höhenlagen von 2000 Metern und darüber hinaus gedeiht.

Besonderheiten

Der Spitzwegerich ist allerdings nicht nur schön anzusehen, sondern als Heilpflanze sehr beliebt, und das schon seit Jahrtausenden. Die in dem Heilkraut enthaltenden Inhaltsstoffe eignen sich zur Linderung einer Vielzahl von Beschwerden. Am häufigsten wird der Spitzwegerich bei Erkältungsbeschwerden, chronischer und akuter Bronchitis sowie bei hartnäckigem Husten verwendet. Aus diesem Grund ist Plantago lanceolata Zutat zahlreicher Hustenteemischungen, Hustenbonbons und Hustensäfte. Die häufigste Anwendung ist jedoch der Spitzwegerichtee. Gerade zur kalten Jahreszeit trinken wir oftmals viel zu wenig, da aufgrund der kühlen Temperaturen das natürliche Bedürfnis zu trinken abnimmt. Dadurch werden jedoch die Schleimhäute mit der Zeit immer trockener und Hals- sowie Schluckbeschwerden nehmen zu. Wir empfehlen daher, mindestens 2-mal täglich eine Tasse Spitzwegerichtee zusätzlich zur normalen Flüssigkeitsaufnahme.

Wissenschaftlicher Name:
Plantago lanceolata L.

Synonyme:
Heilwegerich, Schlangenzunge, Spießkraut, Lungenblattl, Rippenkraut, Rossrippen, Siebenrippen, Schafzunge, Heilblärer, Spitz-Wegeblatt, Spitzfederich

Familie:
Wegerichgewächse (Plantaginaceae)

Inhaltsstoffe:
u. a. Schleimstoffe, Gerbstoffe, Bitterstoffe und das Glykosid Aucubin

Wissenswertes:
Kulinarisch ist der Spitzwegerich wenig bekannt. Dabei sind die Blätter dieser Pflanze reich an Vitamin C und lassen sich vielfältig verarbeiten.
In vielen Kräuterbüchern des Mittelalters wurde zwischen dem Breitwegerich und dem Spitzwegerich nicht unterschieden.
Sollten Sie die Blätter nicht gleich verwenden, so trocknen Sie Ihre Ernte. Die getrockneten Blätter eignen sich hervorragend zur Zubereitung eines Tees.

Rezept
Das getrocknete Kraut mit heißem Wasser aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen, danach warm trinken (natürlich gibt es auch fertige Spitzwegerichtee-Mischungen). Bei Entzündungen in Mund und Rachen den abgekühlten Tee, vermengt mit Honig, regelmäßig gurgeln.

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