Energydrinks und was sie mit deinem Körper machen

Sie sind süß und verleihen angeblich Flügel: Energydrinks. Die erfrischenden Softdrinks erfreuen sich vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen großer Beliebtheit.

Fast jeder Fünfte zwischen zehn und 17 Jahren in Österreich trinkt regelmäßig Energydrinks. Die aufputschenden Getränke stehen hoch im Kurs. Doch sie haben Auswirkungen auf die Gesundheit, die man nicht unterschätzen sollte. Daher wurde in Litauen und in Großbritannien der Verkauf solcher Getränkedosen an Minderjährige untersagt. In Schweden und den Niederlanden haben einige Supermarktketten den Verkauf von Energydrinks an Jugendliche unter 15 Jahren sogar freiwillig eingestellt. Jetzt kann man sich natürlich denken, dass das etwas übertrieben ist. Hin und wieder einmal eine kleine Dose wird auch sicher nicht so schlimm sein, dennoch solltest du dir über die Auswirkungen bewusst sein, bevor du einen Energydrink konsumierst.

Viel Zucker und Koffein

Als Grund für das Energydrinkverbot in Großbritannien nannte man vor allem Übergewicht, denn die britischen Kinder sind europaweit am stärksten übergewichtig, und den sehr hohen Zuckergehalt der Getränke. Darüber hinaus gaben dort sogar 69 Prozent der Jugendlichen an, regelmäßig Energydrinks zu sich zu nehmen. Manche berichteten sogar, einen ganzen Liter auf einmal zu trinken. Das entspricht ungefähr 110 Gramm Zucker. Im Vergleich: Die empfohlene Tagesdosis an Zucker für Kinder und Jugendliche beträgt 25 Gramm pro Tag. Allein ein Liter eines Energydrinks übersteigt diese Dosis also schon um das 4-Fache!
Viele Promis – so auch der britische Fernsehkoch Jamie Oliver – setzten sich daher für ein Energydrinkverbot ein. Jamie Oliver warb insbesondere auf Social-Media-Kanälen mit dem Hashtag #NotForChildren für das Verbot. Für ihn war es aber nicht nur der Zucker alleine, der diese Softgetränke so ungesund macht, sondern vor allem die Kombination mit Koffein. Eine 500-Milliliter-Dose entspricht nämlich fünf bis sechs Espressos. Diese Menge auf einmal zu trinken ist nicht nur für Kinder und Jugendliche sehr viel, sondern auch für einen erwachsenen Menschen. Dazu kommt, dass der Zucker die Wirkung von Koffein verstärkt. Diese Kombination kann bei regelmäßigem Konsum neben Karies und Zahnfleischerkrankungen auch zu Nervosität, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Herzrasen und Herzrhythmusstörungen führen. Daher sollten auch Menschen, die bereits unter Herz-Kreislauf-Problemen, Migräne oder Nierenschäden leiden, die „Muntermacher“ grundsätzlich meiden.

Energydrinks und Alkohol

Auch Alkohol-Energydrink-Mischungen sind keine gute Kombination, denn sie haben eine trügerische Wirkung. Von den oben genannten Auswirkungen einmal abgesehen, unterdrücken die aufputschenden Getränke die Wirkung des Alkohols und geben einem das Gefühl, fitter und nüchterner zu sein, als man eigentlich ist. Doch am nächsten Tag fühlt man sich genauso schlecht, wenn durch den vielen Zucker nicht sogar noch schlechter. Dennoch glauben viele, dass sich die Partynacht durch das Zucker-Koffein-Gemisch verlängern lässt. Immerhin puscht das Gemisch auf und verleiht das Gefühl, die Nacht durchtanzen zu können. Doch genau darin liegt das Problem. Denn während einem der Energydrink Power verleiht, macht der Alkohol gleichzeitig müde und fährt den Körper herunter. Es ist, als ob man bei einem Auto Gaspedal und Bremse gleichzeitig treten würde. Das tut aber weder einem Auto, noch dem Körper gut. Er findet dann keine Ruhe, obwohl er lieber eine Pause machen will. Häufige Folge: Man überschätzt sich extrem und ist risikobereit – gerade im betrunkenen Zustand ist das keine gute Idee.

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