Reden wir über Blasenschwäche …

Schwache Blase? Ein Viertel aller Frauen leidet darunter – die meisten sprechen aber gar nicht über ihr Problem. Das muss sich ändern, denn nur so können möglichst viele Betroffene von einem vielversprechenden pflanzlichen Lösungsansatz profitieren.

Protrait von Mag. Dr. Xuehong Nöst Expertin für Pflanzenheilkunde und TCM
Mag. Dr. Xuehong Nöst
Expertin für Pflanzenheilkunde
und TCM

Der Harn macht sich ohne Vorwarnung plötzlich selbstständig oder die Blase will häufiger als üblich entleert werden, was gerade nachts besonders belastend ist. Für viele Frauen in Österreich ist diese Situation Alltag. Obwohl die Lebensqualität massiv leidet, wenn die Blase sich nicht mehr ausreichend kontrollieren lässt, dauert es oft sehr lange, bis Betroffene sich Hilfe suchen. Zu groß ist die Scham, über dieses Tabuthema zu sprechen. Die Folge: Die Blasenschwäche nimmt immer weiter zu und sanfte Möglichkeiten, die gerade zu Beginn eine gute Unterstützung sein können, kommen nicht zum Einsatz.

Ein vorwiegend weibliches Problem

Doch wieso sind gerade Frauen oft von einer schwachen Blase betroffen? Die Ursache findet sich meist im Bereich des weiblichen Beckenbodens und der Blasenmuskulatur. Diese Körperregionen werden durch Schwangerschaft und Geburt, aber auch infolge von hormonellen Prozessen in den Wechseljahren besonders belastet. Irgendwann kann der Beckenboden seine wichtige Stützfunktion nicht mehr vollständig erfüllen. Durch den Druck der inneren Organe auf die Blase lässt sich der Harn dann nicht mehr wie gewohnt halten.

Tipps für den Alltag

Es gibt einige Möglichkeiten, mit denen Sie im Alltag gegen die Blasenschwäche aktiv werden können, bevor das Pro­blem zu groß wird. Dazu zählt etwa die Stärkung des Beckenbodens durch gezieltes Training. Wenn Sie schwere Gegenstände heben, achten Sie auf eine korrekte Körperhaltung: Stellen Sie die Beine beckenbreit auseinander und heben Sie aus der Hocke sowie mit der Kraft Ihrer Beine. Das entlastet nicht nur die Wirbelsäule, sondern schont auch Ihren Beckenboden.

Viel trinken hilft

Ein wichtiger Tipp ist, tagsüber viel zu trinken – auch wenn es paradox klingt. Denn: Wird die Blase nicht ausreichend gefüllt, nimmt ihr Fassungsvermögen nur noch weiter ab. Außerdem wird der Urin dadurch konzentrierter (erkennbar an seiner Farbe). Das wiederum kann die Blasenschleimhaut reizen und so erneut zu vermehrtem Harndrang oder gar zu einer Blasenentzündung führen. Auf harntreibende Getränke wie Kaffee und Alkohol oder zu viel Flüssigkeit am Abend sollten Sie aber verzichten, denn gerade nachts ist eine empfindliche Blase für Betroffene äußerst mühsam.

Gynäkologen empfehlen Kürbisextrakt

Viele Frauenärzte empfehlen bei Blasenschwäche darüber hinaus auch einen speziellen Extrakt aus den Kernen des Steirischen Ölkürbis. In der Naturmedizin ist die Wirkung der Kürbiskerne auf die Blase schon seit Jahrhunderten bekannt. Ihre Verwendung zur Unterstützung der Blasenfunktion gilt heute als wissenschaftlich anerkannt. In Form eines hochkonzentrierten Extraktes (in der Apotheke als Tabletten erhältlich) bringen sie bereits nach wenigen Wochen eine Verbesserung der Symptome mit sich: Studien zeigen, dass es mithilfe eines solchen Extraktes möglich ist, die Häufigkeit des unfreiwilligen Harnverlustes zu reduzieren – schon nach zwei Wochen um 41 %, nach sechs Wochen sogar um 68 %2.

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