Der Duft des Frühlings und das Leid einer Allergie

Die meisten Pollen gelangen beim Einatmen unbemerkt durch die Nase in den Körper und haften sich auf den empfindlichen Schleimhäuten fest – der erste Schritt zu einer allergischen Reaktion. Dort setzen sie die sogenannten Peptide frei (siehe Grafik unten), winzige Eiweißverbindungen, die wie ein Alarmsignal für das Immunsystem wirken. Doch anstatt die Pollen als harmlose Eindringlinge zu erkennen, überreagiert der Körper – und das mit voller Wucht! Die Immunzellen schütten eine Flut an Entzündungsstoffen aus, darunter Histamin, das als Hauptauslöser für die unangenehmen Symptome gilt. In Folge schwellen die Schleimhäute an, die Nase läuft unaufhörlich, die Augen tränen und jucken, und jeder Atemzug kann zur Qual werden. In schweren Fällen kann sich die allergische Reaktion sogar auf die Atemwege ausweiten, sodass es zu einer bedrohlichen Verengung der Bronchien kommt.

Bislang gab es für Betroffene oft nur zwei Optionen: Medikamente nehmen oder die Pollenzeit mit Tonnen von Taschentüchern durchstehen. Doch nun gibt es Hoffnung in Form innovativer Nasensprays, die mit einer „doppelten Wirkung“ gegen Pollen vorgehen. Sie fungieren einerseits als eine Art Pollenfänger und pflegen andererseits die Nasenschleimhaut. Damit Letztere den Pollen standhalten kann, ist es wichtig, dass sie ausreichend befeuchtet und möglichst stabil sowie frei von Rissen ist. Diese Risse entstehen unter anderem durch häufiges Schnäuzen und Niesen. Daher enthalten Sprays gegen Allergien feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe. Die „pollenfangende Eigenschaft“ erhalten Sprays zum Beispiel durch den Inhaltsstoff Carragelose®. Wie eine Studie zeigen konnte, bildet die aus einer Meeresalge gewonnene Substanz einen Schutzfilm auf der Nasenschleimhaut. Versuchen Pollen, auf die Nasenschleimhaut zu gelangen, verfangen sie sich in der Schutzschicht wie in einem Spinnennetz und werden auf natürlichem Wege ausgeschieden, ohne allergische Beschwerden hervorzurufen. Gerade als ergänzende und vor allem schnelle Hilfe setzen viele Menschen große Hoffnungen in diese neue Methode zur Linderung allergischer Symptome. Antiallergische Sprays sind rezeptfrei in jeder Apotheke erhältlich. Genießen Sie die Düfte des Frühlings – frei von allergischen Beschwerden!

Pollenflugkalender. Pollensaison und Allergie

Gut zu wissen: Bei einer Kreuzreaktion reagiert der Körper allergisch auf Substanzen, die ähnliche Inhaltsstoffe wie das bereits bekannte Allergen enthalten. So reagieren Birkenpollenallergiker häufig auch auf Äpfel und Haselnüsse. Nicht zu verwechseln sind Allergien mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten, bei denen der Körper bestimmte Stoffe nicht verwerten kann.

Kontaktlinsen reinigen: Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, sollten Sie diese während der Pollensaison gründlich reinigen. Sie können auch auf Tageslinsen umsteigen.

Augen nicht reiben: Wenn die Augen jucken, neigt man dazu, sie reflexartig zu reiben. Das sollte man aber tunlichst unterlassen, denn an den Händen und um die Augen herum befinden sich oftmals Pollenkörner, die so in Richtung Schleimhäute transportiert werden.

Brille und Hut tragen: Brille und Hut sind in der Pollensaison mehr als nur optische Accessoires. Die Brille sollte zudem seitlich ausreichend Schutz vor eindringenden Pollen bieten. Auf jeden Fall sollten auch der Hut und die Brille regelmäßig gereinigt und so von anhaftenden Pollen befreit werden.

Haare zusammenbinden: In den Haaren können sich schnell zahlreiche Pollenkörner festsetzen. Binden Sie Ihre Haare zusammen – damit nehmen Sie den Pollen etwas Angriffsfläche.

Gesicht und Bart waschen: Während der Pollensaison sollte nach jedem Aufenthalt im Freien das Gesicht und bei Männern auch der Bart gewaschen werden, um allfällige Pollenkörner zu entfernen.

Pollenfilter (Fenster) verwenden: Nicht nur für Klimaanlagen, sondern auch für Fenster gibt es spezielle Filter. Diese bieten zwar keinen hundertprozentigen Schutz, halten aber einen Großteil der Pollen ab und sorgen für eine bessere Durchlüftung.

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