Juckende, trockene, empfindliche Haut?

Die Haut wehrt konsequent Bakterien ab und regelt konstant die Temperatur im Körperinneren. Sie bildet entschlossen Vitamin D und ist ebenso hochsensibel wie unendlich verletzlich. Und manchmal – ja, manchmal – benötigt sie unsere Pflege!

Wir kommen mit babyweicher Haut zur Welt! Babyhaut ist zwar extrem dünn und durchlässig, verfügt aber schon über die Fähigkeit, über Haut-zu-Haut-Kontakt sofort Signale an das Gehirn zu senden. Dieser direkte Kontakt mit den Eltern stabilisiert die Atmung des Babys, wärmt es und senkt sofort das Stresslevel für beide Seiten. Die Haut ist somit deutlich mehr als „nur“ ein Schutzmantel: Sie ist ein Zaubermantel, der sich im Laufe der Jahre stetig verändert – leider nicht immer nur zum Guten. Bereits Babys haben häufig Probleme mit der Haut, zu den häufigsten gehören Baby-Akne, Kopfgneis und Milchschorf; Letzterer kann ein Vorbote für Neurodermitis sein. Auch im weiteren Leben sind Hautprobleme ein weit verbreitetes Phänomen. Trockene Haut, Neurodermitis und Juckreiz zählen zu den häufigsten hautbedingten Beschwerden. Verantwortlich dafür können Vererbung, Hormonumstellungen, übertriebene Hygiene, der Lebensstil oder viele weitere Faktoren wie ungeeignete Pflegeprodukte oder Stress sein.

Die Hautschutzbarriere ist oft das Problem

Die Hautschutzbarriere bildet die natürliche Schutzschicht der Haut. Sie besteht, vereinfacht gesagt, aus Hautzellen und Lipiden wie Ceramiden, Cholesterin und freien Fettsäuren. Sie bewahrt die Feuchtigkeit in der Haut und schützt zugleich vor äußeren Reizen, Schadstoffen und Krankheitserregern. Bei empfindlicher, trockener oder zu Neurodermitis neigender Haut ist diese Schutzfunktion häufig beeinträchtigt, wodurch die Haut leichter Feuchtigkeit verliert, austrocknet und empfindlicher auf äußere Einflüsse reagiert. Mögliche Folgen sind Rötungen, Irritationen und Juckreiz. Eine stabile Hautschutzbarriere ist somit eine der wichtigsten Maßnahmen der Hautpflege. Diese beginnt übrigens mit der Reinigung.

Hautpflege nach Bedarf anpassen

Bei sensibler, trockener oder juckender Haut ist eine besonders sanfte Reinigung wichtig. Seifenfreie Produkte reinigen besonders mild und trocknen die Haut weniger stark aus. Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die Unterstützung des Hautmikrobioms durch Präbiotika. Für die anschließende Pflege sind intensive Feuchtigkeit und wertvolle Lipide wichtig, die die natürliche Schutzbarriere der Haut unterstützen. Sheabutter beispielsweise pflegt intensiv und macht die Haut geschmeidiger. Sanddornöl ist reich an wertvollen Fettsäuren und eignet sich zur Pflege beanspruchter Haut. Auch Wiesenschaumkrautöl enthält hautpflegende Lipide und trägt zu einem weichen, geschmeidigen Hautgefühl bei. Ergänzend unterstützen Ceramide als natürliche Bestandteile der Hautbarriere den Feuchtigkeitserhalt.

Wenn es juckt und beißt

Bei akut juckenden Hautstellen ist schnelle Hilfe essenziell. Oft stehen diese Beschwerden mit Neurodermitis in Verbindung, bei der die Hautbarriere ohnehin geschwächt ist. Dadurch verliert die Haut leichter Feuchtigkeit und äußere Reize dringen schneller ein. Die Haut wird trockener und empfindlicher und reagiert zunehmend mit Rötungen und Juckreiz. Umso wichtiger ist es deshalb, die Hautschutzbarriere gezielt zu unterstützen. Dabei spielen Ceramide und andere hautähnliche Lipide eine wichtige Rolle. Ceramide sind natürliche Fette, die auch in gesunder Haut vorkommen. Sie liegen zwischen den Hautzellen, helfen dabei, diese zusammenzuhalten, und bewahren die Feuchtigkeit. Eine regelmäßige, gezielte Pflege mit diesen Inhaltsstoffen unterstützt die Hautbarriere, bewahrt die Feuchtigkeit und hilft, empfindliche Haut wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

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