Gedächtnis stärken, schlauer werden

Wer hätte das gedacht? Die Ergebnisse des PISA-Tests zeigen, dass die geistige Leistungsfähigkeit in vielen hochentwickelten Ländern stagniert oder sogar zurückgeht. Wie können wir unsere Gehirne wieder stärken?

Bereits ab der dritten Schwangerschaftswoche beginnt die Entwicklung des Gehirns. In den folgenden Wochen und Monaten bilden sich Milliarden Nervenzellen sowie die Gehirnregionen und Verbindungen zwischen den Nervenzellen weiter aus. Während man früher annahm, dass die geistige Entwicklung ab einem gewissen Alter praktisch abgeschlossen ist, legen neue Studien nahe, dass unser Gehirn lebenslang lernfähig ist. Zwar nimmt das Gehirnvolumen ab dem mittleren Erwachsenenalter langsam ab, dennoch ist es jederzeit möglich, klüger zu werden. Und obwohl wir heutzutage im Internet einen beispiellosen Zugang zu Wissen und Lernmaterialien haben, scheint dieses nicht mehr so erfolgreich bei den Menschen anzukommen.

Mehr Informationen, weniger Konzentration

Unser Gehirn wird Tag für Tag mit unzähligen Informationen bombardiert, oftmals gleichzeitig aus dem Fernsehen, dem Smartphone und von Personen neben uns. Diese Informationen werden eventuell kurz genutzt, schaffen es aber nur selten aus dem Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis. Hinzu kommt die künstliche Intelligenz (KI). Untersuchungen zeigen, dass die unreflektierte Nutzung von KI zu einer geringeren Hirnaktivität sowie zu einem schlechteren Erinnerungsvermögen führt. Zudem muss sich unser Gehirn weniger anstrengen, wenn wir uns vollständig auf die Antworten der KI verlassen. Testergebnisse zeigen, dass Schüler:innen, die ihre Hausaufgaben hauptsächlich mit KI-Anwendungen erledigen, bei Tests schlechter abschneiden als Kinder und Jugendliche, die ihre Hausaufgaben selbstständig erarbeiten.

Wer rastet, der rostet

Jeder Tag hat 1.440 Minuten. Selbst, wenn wir täglich nur 10 Minuten zusätzlich für unser Gehirn investieren – das sind etwa 0,6 % des Tages –, können wir langfristig gesehen bereits große Erfolge erzielen. Da das Gehirn Abwechslung liebt, sollten Sie die Übungen am besten täglich wechseln: Mal ein Rätsel, dann wieder ein Sudoku, danach ein Suchbild … die Möglichkeiten sind endlos. Ihre Konzentrationsfähigkeit wird sich verbessern, Sie werden sich an viele schöne Ereignisse und Erlebnisse bildhaft erinnern können, und sowohl in der Schule als auch im Beruf wird sich ein gutes Gedächtnis gleichermaßen bezahlt machen. Werfen Sie abschließend noch einen Blick auf unsere Tipps für die verschiedenen Gedächtnisarten.

 

 

APOVITAL-Tipps für das Gehirn

  1. Sensorisches Gedächtnis (Ultrakurzzeitgedächtnis)
  • Fokus schärfen: Vermeiden Sie Multitasking und konzentrieren Sie sich bewusst auf nur eine einzige Sache, damit der flüchtige Reiz überhaupt verarbeitet wird.
  1. Kurzzeit- und Arbeitsgedächtnis
  • Notizen nutzen: Schreiben Sie To-do-Listen oder Einkaufszettel sofort auf, um Ihr Gehirn zu entlasten und mentale Kapazität freizumachen.
  1. Langzeitgedächtnis
  • Eselsbrücken nutzen: Verknüpfen Sie neues Wissen aktiv mit bereits bekannten Fakten, um Informationen dauerhaft zu speichern.

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