Verkrampfung lösen, Schmerz lindern

Ein plötzliches Drücken im Bauchbereich, ein Krampf, bei dem einem schwarz vor Augen wird, oder ein pulsierender Kopfschmerz, der einen in die Knie zwingt. Wie Sie diese furchtbaren Schmerzen loswerden, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Grundsätzlich erfüllt Schmerz eine Schutzfunktion: Er signalisiert uns beispielsweise, dass wir unsere Hand von einer brennend heißen Kochplatte nehmen sollen. Es gibt jedoch auch quälende Schmerzen, die keine positive Funktion haben. Viele Frauen kennen dieses Gefühl besonders während der Menstruation: Ein Ziehen im Unterleib kündigt sich oft schon Tage vorher an und bestimmt mit Beginn der Periode den gesamten Tag. Ähnlich verhält es sich bei Migräne: Über Stunden oder manchmal sogar über mehrere Tage kündigt sich das Leiden förmlich an. Zunächst spüren Betroffene ein dumpfes Pochen hinter den Augen, später breiten sich die Schmerzen aus. Obwohl sich der eine Schmerz im Kopf und der andere im Unterleib manifestiert, haben sie häufig einen ähnlichen Ursprung: Sie werden maßgeblich über unsere Muskulatur gesteuert, genauer gesagt über die sogenannte „glatte“ Muskulatur. Unser Körper besitzt nämlich zwei Arten von Muskelgewebe: Die willkürliche quergestreifte (Skelett-)Muskulatur bewegt etwa Arme und Beine und lässt sich bewusst anspannen und entspannen, wohingegen die glatte Muskulatur von selbst arbeitet, ohne dass wir sie steuern können. Letztere kleidet die Wände unserer Hohlorgane aus, etwa die von Magen, Darm, Gebärmutter und den Blutgefäßen des Gehirns.

Wie Krämpfe und Kopfschmerzen entstehen

Die glatte Muskulatur ist ständig im Einsatz: Im Darm schiebt sie den Speisebrei in wellenförmigen Bewegungen (Peristaltik) voran, in der Gebärmutter zieht sie sich während der Menstruation zusammen, und in den Blutgefäßen reguliert sie den Blutfluss. Wenn diese Muskulatur nicht richtig funktioniert, entstehen Schmerzen. Je nachdem, wo dies geschieht, äußert sich dies unterschiedlich: als ziehender Unterleibsschmerz während der Periode, als krampfartiger Bauchschmerz bei Verdauungsproblemen oder als pochender Kopfschmerz bei Migräne, wenn sich die Blutgefäße im Kopf fehlgesteuert weiten und die Gefäßwände sich entzünden. Stress und Anspannung können solche Beschwerden zusätzlich begünstigen, da sie sich über das vegetative Nervensystem auf die glatte Muskulatur auswirken.

Eine bewährte Idee zur Linderung

Einen bewährten Ansatz zur Linderung dieser schmerzhaften Krämpfe bietet die Erfahrungsheilkunde des 19. Jahrhunderts. Der deutsche Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler (1821–1898) befasste sich mit der Bedeutung von Mineralsalzen für den menschlichen Körper. Seiner Vorstellung nach spielen bestimmte Mineralsalze eine wichtige Rolle für die Funktion der Zellen. Auf dieser Grundlage entwickelte er die Biochemie nach Schüßler, die zwölf Mineralsalze als biochemische Funktionsmittel umfasst. Eines dieser Salze ist Magnesium phosphoricum (Schüßler-Salz Nr. 7), das in der traditionellen Schüßler-Lehre mit der Muskulatur und dem Nervensystem in Verbindung gebracht wird. Seine Anwendung hat sich insbesondere bei krampfartigen Beschwerden etabliert.

Ein Ritual mit Wärme

Eine Besonderheit von Schüßler-Salz Nr. 7 ist die traditionelle Zubereitung als „Heiße 7“: Die Tabletten werden in heißem Wasser aufgelöst und anschließend langsam getrunken. Neben dem Mineralsalz spielt dabei auch die Wärme eine tragende Rolle. Wärme wirkt entkrampfend, da sie die Muskeln lockert. Dies geschieht in drei einfachen Schritten:

  1. Die Adern öffnen sich, da sich die Blutgefäße durch die Wärme weiten, und es fließt sofort mehr Blut durch die schmerzende Stelle. Dadurch erhält der Muskel frischen Sauerstoff; gleichzeitig werden schädliche Stoffe schneller weggespült.
  2. Der Muskel lässt locker: Wärme macht Gewebe und Sehnen elastischer. Das Signal zum „Zusammenziehen“ wird abgeschwächt und der harte, verkrampfte Muskel entspannt sich.
  3. Der Schmerz wird blockiert: Die Haut leitet das Gefühl von Wärme viel schneller an das Gehirn weiter als den Schmerz. Die Wärme „überholt“ gewissermaßen den Schmerz im Nervensystem und blockiert ihn.

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