Die Hitze bringt die Intimgesundheit ins Wanken
Ob bei 35 Grad im Bikini am Strand, bei 38 Grad im Sommerkleid vor dem Eiffelturm oder leicht bekleidet ein Eis beim Lieblingsitaliener genießen … Wenn es heiß ist, sollte man die Intimgesundheit besonders im Blick behalten.
Schon Temperaturen über 25 °C wirken sich auf unser allgemeines Wohlbefinden aus. Wir schlafen schlechter, sind leichter reizbar und verlieren schneller die Konzentration. Auch die Haut bekommt die Hitze zu spüren, und das nicht nur in Form eines Sonnenbrandes, wenn sie wortwörtlich verbrennt. Das Hautmilieu empfindlicher Körperregionen kann ebenfalls beeinträchtigt werden. Dazu zählt vor allem der Intimbereich: Er ist besonders sensibel, da hier ein fein abgestimmtes Zusammenspiel aus Hautbarriere, Feuchtigkeit und natürlichem Säureschutz besteht. Unter idealen Bedingungen liegt der pH-Wert des äußeren Intimbereichs im leicht sauren Bereich von etwa 4,0 bis 4,5. Ein solcher pH-Wert unterstützt die natürliche Hautflora und trägt dazu bei, das Wachstum unerwünschter Keime zu begrenzen.
Hitze verändert das Mikroklima
Bei hohen Außentemperaturen verändert sich jedoch das Mikroklima an der Hautoberfläche: Durch vermehrtes Schwitzen und infolge der durch die Kleidung bedingten eingeschränkten Verdunstung entsteht ein feucht-warmes Milieu, das die Haut kurzfristig stärker beanspruchen kann. Schweiß weist einen pH-Wert von etwa 5 bis 6 auf und ist damit weniger sauer als der natürliche Intim-pH-Wert. Neben Wasser enthält er auch Elektrolyte und organische Bestandteile. In Kombination mit Wärme kann dies die Hautoberfläche reizen. Wenn man bei Hitze von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten spaziert oder sich stundenlang von der Sonne verwöhnen lässt, drohen Beschwerden in der Intimzone. Ein aufregender Sommer mit einem vermehrten Liebesleben trägt ebenso dazu bei, dass man zur Sommerzeit die Intimgesundheit verstärkt im Blick haben sollte.
Pflegeprodukte für jeden Tag
Der Intimbereich verfügt über ein hervorragendes Regulationssystem, das sich gerade in herausfordernden Zeiten ideal unterstützen lässt. Ein zentraler Bestandteil dieser Pflege sind Pflegeprodukte mit Milchsäure, die zur Stabilisierung des notwendigen pH-Wertes beitragen. Moderne Formulierungen enthalten häufig zusätzlich hautberuhigende Pflanzenextrakte wie Aloe vera und Hamamelis. Aloe vera ist für ihre feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften bekannt. Hamamelis wird traditionell in der Hautpflege eingesetzt und für seine beruhigenden und adstringierenden Eigenschaften geschätzt. In einigen Produkten sind zudem weitere pflanzliche Extrakte wie Thymian oder Rosmarin enthalten. Diese sorgen für die Frische im Intimbereich, die Sie sich auch bei tropischen Temperaturen verdient haben.
Intimrasur im Sommer
Die Entfernung der Intimbehaarung ist weit verbreitet. Immer mehr Männer bevorzugen ebenfalls einen rasierten Intimbereich. Glatte Haut wird insbesondere bei Hitze und Sport als angenehmer empfunden. Gleichzeitig ist die Haut im Intimbereich nach der Rasur jedoch kurzfristig deutlich empfindlicher, denn durch die Rasur entstehen an der Hautoberfläche mikroskopisch kleine Verletzungen. Typische Beschwerden sind kleine Pickelchen (Follikelreizungen) oder leichte Rötungen. Feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure in Kombination mit Pflanzenextrakten fördern die Hautgesundheit im Intimbereich. Duftkomponenten aus natürlichen Quellen wie beispielsweise Zitrusextrakte vermitteln zudem ein angenehmes Frischegefühl. In dieser empfindlichen Region sollten nur hochwertige Produkte in Form eines Waschschaums verwendet werden, die mikrobiologisch und dermatologisch getestet sind. Diese sind in jeder Apotheke erhältlich.
