Wuff & Miau – Folge 4: Fellwechsel im Frühling

Wenn im Frühling die Tage länger werden und die Temperaturen steigen, beginnt für viele Hunde und Katzen eine besonders „haarige“ Zeit: der Fellwechsel. Das dichte Winterfell wird nach und nach abgestoßen und durch ein leichteres Sommerfell ersetzt. Dieser natürliche Prozess hilft den Tieren, sich an die wärmeren Temperaturen anzupassen und ihre Körpertemperatur besser zu regulieren.

 

Das Problem für Wuff & Miau

Der Fellwechsel ist für den Körper von Hund und Katze eine intensive Phase. Besonders Tiere mit dichtem Unterfell verlieren in dieser Zeit große Mengen an Haaren. Der Prozess wird vor allem durch Lichtverhältnisse und Temperatur gesteuert. Wird das lose Fell nicht regelmäßig entfernt oder ist das Tier in dieser Zeit nicht ausreichend versorgt, können verschiedene Probleme entstehen:

  • Verfilzungen: Lose Haare verfangen sich im Fell und führen zu schmerzhaften Verfilzungen. Diese behindern die Hautbelüftung und fördern Hautreizungen.
  • Juckreiz und Hautprobleme: Abgestorbene Haare und Hautschuppen können die Haut irritieren. Das Tier beginnt vermehrt zu kratzen oder sich zu lecken.
  • Haarballen bei Katzen: Beim Putzen verschlucken Katzen viele Haare. Diese können sich im Magen zu sogenannten „Haarballen“ (Bezoare) formen, die zu Würgen oder Verdauungsproblemen führen.
  • Mattes oder stumpfes Fell: Während des Fellwechsels steigt der Bedarf an Nährstoffen. Fehlen wichtige Bausteine wie Fettsäuren, Biotin oder Zink, kann das Fell stumpf wirken und langsamer nachwachsen.
  • Erhöhte Belastung für ältere oder geschwächte Tiere: Bei älteren oder kranken Tieren kann der Fellwechsel länger dauern und den Organismus stärker beanspruchen.

 

Hilfe für Wuff & Miau

Mit einigen einfachen Maßnahmen können Tierhalter ihre Vierbeiner während dieser Phase gut unterstützen:

  • Regelmäßiges Bürsten: Durch häufiges Bürsten werden lose Haare entfernt und die Hautdurchblutung angeregt. Gleichzeitig wird verhindert, dass sich Verfilzungen bilden. Je nach Felltyp kann tägliches Bürsten sinnvoll sein.
  • Die richtige Bürste wählen: Kurzhaarige Tiere benötigen meist andere Bürsten als Tiere mit dichtem Unterfell oder langem Fell. Spezielle Unterfellbürsten können besonders hilfreich sein.
  • Ausgewogene Ernährung: Hochwertiges Futter mit wichtigen Nährstoffen unterstützt Haut und Fellwachstum.
  • Unterstützende Präparate: Ergänzungen mit Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, Biotin oder Zink können die Fellqualität verbessern und den Fellwechsel erleichtern.
  • Ausreichend Flüssigkeit: Eine gute Flüssigkeitszufuhr unterstützt die Hautgesundheit und den Stoffwechsel.
  • Haarballen vorbeugen: Besonders bei Katzen können spezielle Pasten oder ballaststoffreiche Nahrung helfen, verschluckte Haare besser auszuscheiden.

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