Wie die Welt gesund bleibt – Island
Wie die Welt gesund bleibt – Italien. In unserer Serie „Wie die Welt gesund bleibt“ blicken wir von Japan bis Kolumbien, von Island bis Afrika und machen uns auf die Suche nach regionalen, traditionellen und sportlichen Gesundheitstipps. Bestimmt ist auch für Sie der eine oder andere dabei. In der 8. Folge reisen wir auf eine Vulkaninsel, und zwar nach Island.
Entspannt gesünder werden
Góðan daginn aus Island!
Herzlich willkommen im Land der Elfen und Trolle! Die faszinierende Vulkaninsel ist nicht nur für Fabelwesen ein Wohlfühlort, sondern auch für Menschen. Dafür verantwortlich ist die große Anzahl an heißen Quellen und sogenannten „Hot Pots“. Bei diesen handelt es sich um natürliche oder gefasste Becken mit durch Geothermie erhitztem Wasser. Diese Geschenke der Natur sind seit jeher ein fester Bestandteil des Lebens der Isländerinnen und Isländer. Das für gewöhnlich 36 °C bis 42 °C warme Wasser bewirkt eine sanfte Erweiterung der Blutgefäße und fördert die Durchblutung von Haut, Muskulatur und Bindegewebe. Chronische Verspannungen und Rückenschmerzen lassen sich damit bestens behandeln. Die Quellen enthalten zudem hohe Konzentrationen an Schwefel, Kieselsäure, Natrium, Calcium und Kalium, wodurch auch manche Hauterkrankungen gelindert werden. Zudem sorgt die Kombination aus dem wärmenden Heilwasser und der Atmosphäre unter freiem Himmel in der rauen isländischen Natur für tiefe Entspannung. Die positiven Effekte, die Sie in heimischen Thermalquellen erleben, sind fast die gleichen. Probieren Sie es aus!
Weitere isländische Tipps, um lange gesund zu bleiben
Hákarl und Skyr: Fermentierte Lebensmittel sind nicht nur Tradition, sondern auch mikrobiologisch aktiv. Gammelhai (Hákarl) enthält beispielsweise stickstoffhaltige Basen, die das Mikrobiom zum einen reizen, zum anderen aber auch trainieren. Skyr wiederum enthält Milchsäurebakterien, welche die Schleimhautbarriere stabilisieren.
Algen: Isländer konsumieren traditionell Meeresalgen wie Dulse oder Seetang. Diese sind extrem reich an Jod, Eisen, Zink, Vitamin K und B12. Sie sind natürliche Multivitaminpakete aus dem Atlantik. Heutzutage werden sie in Smoothies, Snacks oder auch in Broten verarbeitet.
Natur als Präventionsmedizin: Der isländische Ausdruck útivist steht für das bewusste Draußen-Sein bei jedem Wetter. Studien aus Island belegen, dass regelmäßige Aktivitäten im Rahmen des útivist zu messbaren Verbesserungen bei Depressionen, Bluthochdruck und Schlafstörungen führen