Wenn das Zahnfleisch schwindet
Zahnfleischschwund merkt man oft erst, wenn die Zähne „länger“ aussehen oder die Zahnhälse zu Temperaturempfindlichkeit neigen. Hilfe bietet die Homöopathie.
Straff, hellrosa und glänzend – so soll das Zahnfleisch sein. In einem gesunden Gebiss bedeckt es den Zahn von der Wurzel bis zum Hals. Geht das Zahnfleisch zurück, drohen Schmerzen. Die Zähne werden dabei teilweise extrem hitze- und kälteempfindlich. Ohne den schützenden Zahnfleischmantel können zudem leicht Bakterien in das Zahnbett eindringen und dort Schaden anrichten. Eine mögliche Folge ist eine Zahnbettentzündung (Parodontitis). Auch das Kariesrisiko steigt. Zahnfehlstellungen sind ebenfalls typische Folgen von Zahnfleischschwund. Geht das Zahnfleisch immer weiter zurück, verlieren die Zähne das komplette Fundament, werden wacklig und fallen letztlich aus. Ist das Zahnfleisch hingegen gesund, stellt es einen wichtigen Schutz für unsere Zähne dar. Und natürlich sieht ein gesundes Zahnfleisch auch optisch formidabel aus.
Zahnfleischschwund stoppen
Da Zahnfleisch nicht nachwächst, muss es besonders geschützt werden, insbesondere vor zwei Faktoren: dem falschen Putzen und Bakterien. Grundsätzlich ist eine gründliche Zahnfleischpflege sehr wichtig. Doch Vorsicht: Das Zahnfleisch reagiert sehr empfindlich auf eine übertriebene Säuberung mit der Zahnbürste. Reinigen Sie daher die Zahnbeläge gründlich, aber nicht mit zu viel Druck. Massieren Sie das Zahnfleisch selbst nur leicht (zum Beispiel mit einer sehr weichen Zahnbürste). Besteht bereits eine Entzündung im Mund, sind bakterienhemmende Mundspüllösungen oder sogar Antibiotika zur Behandlung notwendig. Zusätzlich erhalten Sie in Ihrer Apotheke rezeptfreie Produkte, zum Beispiel auf homöopathischer Basis. Vor allem Tropfen mit Arnika (Arnica montana) und dem Schmalblättrigen Sonnenhut (Echinacea angustifolia) erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie verfügen über entzündungshemmende Eigenschaften und eignen sich sowohl zur begleitenden Behandlung akuter Probleme in der Mundhöhle als auch zur Vorbeugung gegen gereiztes Zahnfleisch. Achten Sie auf Ihr Zahnfleisch und geben Sie Bakterien keine Chance! Damit Sie jedes eiskalte als auch warme Getränk genussvoll genießen können!
Weitere Ursachen von Zahnfleischschwund:
Zähneknirschen: Der dabei entstehende immense Druck zieht auch das Zahnfleisch in Mitleidenschaft. Oft ist den Betroffenen gar
nicht bewusst, dass sie im Schlaf mit den Zähnen knirschen.
Piercings: Vor allem Lippenpiercings führen oft zu einer anhaltenden
Zugbelastung. Die Folge: Das Zahnfleisch geht zurück.
Veranlagung: Manchmal sind es schlicht die Gene, die Betroffene
anfällig für Zahnfleischrückgang machen.