Verstopfung: Wenn der Darm träge ist
Verstopfung, eine harte Stuhlkonsistenz oder starkes Pressen-Müssen sind Zeichen, dass der Stuhlgang nicht ideal ist. Erfahren Sie, mit welchen Maßnahmen Sie dieses unangenehme Problem lösen!
Wie oft ein Mensch die Toilette aufsucht, um seinen Darm zu entleeren, ist individuell sehr unterschiedlich. Das Spektrum reicht von zwei- bis dreimal täglich bis hin zu drei- bis viermal pro Woche. Neben der Anzahl der Stuhlgänge ist auch der Typ der Ausscheidung von gesundheitlicher Bedeutung. Dieser wird anhand der Bristol-Stuhlformen-Skala definiert (siehe Grafik). Hat man zu selten Stuhlgang oder muss stark pressen, bis sich zumindest etwas löst, spricht man von einer Verstopfung (lat. Obstipation). In Europa leiden etwa 20 Prozent der Bevölkerung an dieser Erkrankung, Frauen häufiger als Männer. Die Häufigkeit nimmt mit steigendem Alter allgemein zu. Auch Schwangere und Kinder sind übermäßig stark betroffen.
Die Gründe für eine Verstopfung
Häufig werden eine ballaststoffarme Ernährung mit weniger als 30 Gramm Ballaststoffen pro Tag, eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr von unter 1,5 Litern täglich sowie Bewegungsmangel als Auslöser genannt. Auch das Unterdrücken des Stuhldrangs, etwa aus Zeitmangel oder Scham, begünstigt eine Obstipation. Des Weiteren wirken sich manche Arzneimittel negativ auf die Darmtätigkeit aus. Dazu gehören starke Schmerzmittel bestimmte Antidepressiva, Blutdrucksenker und Entwässerungsmittel (Diuretika). Stoffwechselstörungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion oder Diabetes mellitus können den Darm gleichfalls träge machen. Auch neurologische Erkrankungen beeinträchtigen oft die Verdauung. Einschränkungen der Beweglichkeit, die beispielsweise durch körperliche Beeinträchtigungen bedingt sind, zählen ebenso zu den Risikofaktoren. Gleiches gilt für Stress, der den Darm komplett aus der Bahn werfen und eine Verstopfung verursachen kann.
Ballaststoffe sind das A und O
Bei Verstopfung lautet das Ziel, den Darm wieder in Schwung zu bringen. Hierfür sind ballaststoffreiche Vollkornprodukte, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte wichtig. In Studien haben sich Früchte wie Kiwis, Birnen oder Zwetschgen als besonders hilfreich erwiesen. Auch Weizenkleie oder Flohsamenschalen können den Darm unterstützen. Wichtig: Nehmen Sie die Flohsamenschalen immer mit genügend Wasser, damit diese aufquellen können; andernfalls können sie die Verstopfung sogar noch verschlimmern. Das Ziel sind etwa 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag. Unser Tipp: Spezielle Ballaststofftabletten aus der Apotheke garantieren eine nachhaltige Versorgung mit den wichtigsten Inhaltsstoffen für einen intakten Darm. Achten Sie zudem auf eine Trinkmenge von 1,5–2 Litern pro Tag. Auch regelmäßige körperliche Aktivität und Kaffee regen die Darmtätigkeit an.
Natürliche Abführmittel sorgen für schnelle Entlastung
Betroffene wissen, wie belastend eine Verstopfung sein kann und wie wichtig schnelle Hilfe ist. Dafür eignen sich Abführmittel auf Basis natürlicher Extrakte; diese wirken sanft und entfalten rasch und effektiv ihre lösende Wirkung. Ein Wirkprinzip natürlicher Abführmittel ist der beruhigende Effekt auf die Schleimhaut des Enddarms sowie die Förderung der Wasseraufnahme im Darm. Dadurch wird der Stuhl aufgeweicht und die Entleerung erleichtert. Mittel gegen Verstopfung eignen sich sowohl für die schonende akute Anwendung als auch für eine langfristige Nutzung. Meist werden sie mithilfe eines Mikroklistiers in den Enddarm eingeführt. Mikroklistiere sind in der Regel einfach anzuwenden; sie werden in Form von kleinen Röhrchen mit vorab dosierter Flüssigkeit verkauft. Dadurch ist der Gebrauch sehr benutzerfreundlich. Für Kinder gibt es spezielle Präparate. Weitere Informationen sowie eine ideale, diskrete Beratung erhalten Sie in der Apotheke Ihres Vertrauens.