Warum Venenprobleme uns sogar im Winter plagen

Venenprobleme im Winter? Tauchen denn diese nicht eher im Sommer auf? „Nicht unbedingt“, lautet unsere Antwort. Warum dies so ist, haben wir für Sie kurz und bündig zusammengefasst.

Die Hitze gilt als Gefahrenherd Nr. 1 für die Venen. Theoretisch müsste also der Winter jene Jahreszeit sein, in der Venenprobleme nur selten auftauchen sollten. Theoretisch – praktisch sieht es nämlich leider anders aus. Denn wie lange hält man sich zur Winterzeit wahrhaftig bei eisigen Temperaturen auf? Ist es nicht eher der Fall, dass man den Großteil des Tages in gut geheizten Räumen verbringt, sei dies zu Hause oder am Arbeitsplatz? Hinzu kommt die Tatsache, dass wir uns zur Winterzeit für gewöhnlich deutlich weniger bewegen als in der wärmeren Jahreszeit. Zudem neigen wir zur Weihnachtszeit dazu, das ein oder andere Kilo zuzunehmen. Alles Faktoren, welche die Venengesundheit belasten. Daher ist die kalte Jahreszeit nicht zwangsläufig besser für die Venen. Einziger Unterschied: Im Winter, wenn wir längere Kleidung tragen, sind die Beschwerden nicht sichtbar – dennoch kommen Venenprobleme auch im Winter gar nicht so selten vor.

Zeichen von Venenproblemen

Besenreiser, Krampfadern, schwere Beine und/oder geschwollene Knöchel – derart machen sich Venenbeschwerden meistens bemerkbar, wobei Krampfadern ein deutliches Warnsignal sind und medizinisch untersucht werden müssen. Bereits bei leichteren und unregelmäßig auftretenden Problemen empfehlen wir, die Venengesundheit genau zu beobachten und die Situation bei der alljährlichen Gesundheitsuntersuchung mit dem Hausarzt bzw. der Hausärztin abzuklären. Frauen leiden übrigens etwas häufiger an Venenbeschwerden, doch auch bei vielen Männern fließt das Blut nicht immer reibungslos zurück in Richtung Herz. Glücklicherweise können wir die Venengesundheit selbst stark beeinflussen. Wie? Mit Bewegung und natürlicher Hilfe!

Gesunde Venen leicht ­gemacht

Ein gemütlicher Winterspaziergang, eine Runde Nordic Walking oder eine ausgiebige Radtour – all dies ist für die Venengesundheit wunderbar. Beinmassagen fördern die Durchblutung und sind somit ebenso eine Wohltat für die Venen. Weitere Unterstützung bieten Helferlein aus der Natur. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich dabei die natürlichen Wirkstoffe der Rosskastanie und des Steinklees. So fördert die Rosskastanie unter anderem die Durchblutung und wirkt abschwellend. Steinklee hingegen enthält eine Kombination aus den Pflanzenstoffen Cumarin, Flavonoide und Saponine. Diese stärken die Venen und lassen Venenentzündungen rascher abheilen. Zusätzlich werden die Blut- und Lymphgefäße angeregt, wodurch Wassereinlagerungen sowie venöse Stauungen gelindert werden und geschwollenen Beinen vorgebeugt wird. Produkte mit diesen beiden Inhaltsstoffen und qualifizierte Beratung erhalten Sie in Ihrer Apotheke.

DIESE „VENENFALLEN“ LAUERN IM WINTER AUF SIE

Winterstiefel: Warme Winterstiefel sind zwar nicht immer der optische Hingucker, allerdings sorgen sie für eine wohltuende Wärme. Doch genau diese Wärme belastet auf Dauer die Venen. Wird es nämlich unter den Stiefeln zu warm, erschlaffen die Venenwände. Sind die Stiefel zu eng, wird der Blutfluss behindert. In Innenräumen sind leichte Schuhe oder Schlapfen die bessere Wahl.
Gemütliche Wärme: Natürlich ist ein warmes Bad in der kalten Jahreszeit wunderbar. Allzu oft sollte man sich heiße und ausgiebige Bäder allerdings nicht gönnen – insbesondere dann nicht, wenn man bereits unter Venenbeschwerden leidet. Wer nach dem Baden die Beine kalt abduscht und diese anschließend für einige Minuten hochlegt, erleichtert den Blutrückfluss und erweist seinen Venen einen großen Gefallen.
Der Weihnachtsspeck: Die Weihnachtszeit nähert sich mit riesigen Schritten. Damit verbunden sind kulinarische Köstlichkeiten en masse. Laut einer Studie nehmen wir zur Weihnachtszeit durchschnittlich 2 Kilo zu. Leidtragende sind dabei die Venen, denn Übergewicht erhöht den Druck auf die Venen und kann Krampfadern begünstigen.
Das mangelnde Durstgefühl: Je kälter es ist, desto weniger trinken wir – davon ausgenommen ist wohl nur der Glühweinstand. Unser Bedürfnis zu trinken nimmt bei sinkenden Temperaturen nämlich etwas ab. Trinken wir jedoch nicht genug, wird das Blut dickflüssiger und stellt die Venen vor neue Herausforderungen. Im Allgemeinen raten Experten zu etwa 1,5 bis 2 Litern täglich.

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