Trocken, trüb und unscharf
Trockene Augen jucken, schmerzen und trüben sogar die Sicht. Augentropfen, die den Tränenfilm nachbilden, geben Ihren Augen die Feuchtigkeit, die sie brauchen.
Eine unzureichende Versorgung der Augen mit Tränenflüssigkeit kann zu einer Vielzahl von Beschwerden führen, welche die Sicht beeinträchtigen und die Augen belasten. Häufige Symptome sind Juckreiz, Brennen, verschwommenes Sehen, Rötungen, das Gefühl, einen Fremdkörper im Auge zu haben, Schmerzen und Müdigkeit. Wenn unsere Augen durch Trockenheit belastet sind, sind wir nicht nur körperlich betroffen, sondern auch in vielen Bereichen des Lebens eingeschränkt: Die Farben des Frühlings scheinen weniger intensiv, und der Blick auf das Wesentliche ist verschwommen. Schöne Dinge wie das Lesen eines Buches oder das Schauen eines Films sind mit einem trockenen Auge nicht dasselbe wie mit zwei Augen, deren Tränenfilm nicht gestört ist. Kurz gesagt: Trockene Augen mindern unser Wohlbefinden und können die Lebensqualität langfristig massiv einschränken.
Der Tränenfilm ist ein sensibler Schatz
Unsere Augen sind von einem etwa 5 Mikrometer dünnen Tränenfilm umgeben. Dieser besteht aus mehreren Schichten (Lipidschicht, wässrige Schicht und Muzin-Wasserschicht) und wird von der Tränenflüssigkeit gebildet. Diese besteht zu knapp 99 % aus Wasser, enthält aber auch weitere wichtige Inhaltsstoffe (siehe Kasten). Der Tränenfilm hat viele wichtige Funktionen:
– er schützt das Auge, indem er es befeuchtet,
– schmiert die Hornhaut,
- dient als Schutzschild gegen Infektionen,
– entfernt Fremdkörper,
- sorgt für eine klare Sicht,
– versorgt die Augenoberfläche mit Nährstoffen,
- lindert Reizungen.
Trockene Augen entstehen, wenn der Tränenfilm nicht mehr das komplette Auge bedeckt. Bereits winzige, Bruchteile eines Millimeters große trockene Stellen können Beschwerden verursachen. Das Auge beginnt zu jucken, zu kratzen oder paradoxerweise zu tränen. Doch diese Tränen befeuchten das Auge nicht nachhaltig, sondern lösen das Problem nur für Minuten, wenn nicht gar lediglich für Sekunden. Ist der Tränenfilm einmal löchrig und aus der Balance, sorgen Augentropfen für Entlastung. Allerdings gibt es dabei große Unterschiede. Moderne Augentropfen wurden deshalb so entwickelt, dass ihre Inhaltsstoffe auf die einzelnen Schichten des Tränenfilms wirken und diesen mit wertvollen Substanzen versorgen.
Augentropfen aus der Apotheke
In der aktuellen Diskussion um trockene Augen ist die Tearshield Technology ein viel diskutiertes Thema. Sie zielt darauf ab, mit speziellen Inhaltsstoffen, die in den verschiedenen Schichten wirken, den Tränenfilm genau so aufzubauen, wie er sein sollte. Lipide wie Sesamöl wirken auf die Lipidschicht, indem sie eine Barriere gegen Verdunstung bilden und die Augenoberfläche beruhigen. Bei Problemen mit der wässrigen Schicht kommen oft Natriumhyaluronat oder Glycerin zum Einsatz, die beide natürlicherweise im Tränenfilm enthalten sind; sie binden Feuchtigkeit und verhindern so das Austrocknen. Zur Verbesserung der Wasserbindung und Stabilität der Muzin-Wasserschicht helfen Povidone und/oder Poloxamer. Menthol sorgt für eine rasche Linderung der Beschwerden und ein angenehm frisches Gefühl in den Augen. Erkundigen Sie sich in der Apotheke nach den neuesten Behandlungsmöglichkeiten bei trockenen Augen, damit Sie rasch wieder beschwerdefrei und scharf sehen können.
Tränenflüssigkeit besteht aus:
Wasser: 98–99 %
Elektrolyte: 0,5–1 %
Proteine: 0,1–0,3 %
Mucine: 0,03–0,1 %
Lipide: 0,1–0,3 %
Nährstoffe und Zellen: ca. 0,02 %