Schritt für Schritt zum Glück
Rund 200 Knochen, über 600 Muskeln und mehr als 100 Gelenke ermöglichen es uns, mit Leichtigkeit über Wiesen, Stock und Stein zu wandern. Hinter jedem Grashalm, den wir passieren, hinter jedem Felsen, den wir überwinden, und hinter jeder Wurzel, die wir übersteigen, wartet eine besondere Überraschung auf die Wanderinnen und Wanderer – nämlich ein kleines Stück Glück. Denn jeder einzelne Schritt in der Natur ist ein Schritt zu mehr Wohlbefinden. Begleiten Sie uns auf dem Weg zum Glück!
Das große Schwitzen ist für dieses Jahr wohl endgültig vorbei und Mutter Natur lässt es bereits herbsteln. Die Blätter der Bäume verfärben sich in den wundervollsten Farben und fallen, angestoßen von einem zarten herbstlichen Windstoß, sanft zu Boden. Dort werden sie von Igeln und allerlei kleinen Tieren freudig erwartet. Denn was für uns Menschen ein wunderschönes Blatt ist, ist für manche Tiere das perfekte Baumaterial oder wärmendes Polstermaterial für ein angenehmes Winterquartier. Der Herbst ist nicht nur wunderschön, sondern bietet auch die perfekten Bedingungen für ausgiebige Wanderungen. Ob eine große Runde in einem der städtischen Parks, ein Spaziergang entlang eines Flusses oder Sees oder eine Tour auf einen Berg – jeder Schritt durch das frische Herbstlaub lässt unsere Herzen erblühen.
Der Mensch ist zum Wandern geboren
Aus evolutionärer Sicht ist der Mensch zwar kein schneller Läufer, dafür aber ein hervorragender Langstreckengeher. Während uns fast alle vierbeinigen Säugetiere auf kurzen Strecken deutlich überlegen sind, ändert sich die Situation bei langen Wanderungen. Dank unserer einzigartigen Kühlung durch Schwitzen statt Hecheln gehören wir zu den besten Wanderern des Planeten und müssen uns selbst einem Vergleich mit dem Gepard nicht scheuen. Das Beste daran ist, dass der menschliche Körper nicht nur ideal für das Wandern geschaffen ist, sondern dass es uns auch unglaublich guttut. Die gleichmäßige Bewegung aktiviert das Herz-Kreislauf-System und verbessert die Durchblutung des Gehirns sowie die Lungenfunktion. Auch Leber, Nieren und sogar die Haut profitieren von einer Wandertour. Es muss dabei aber keineswegs immer eine ausgedehnte Gipfeltour sein: Bereits wenige Minuten Wandern wirken sich nachweislich positiv auf unseren Organismus aus.
Die Venen lieben Wandern
Bei einer Wanderung stehen insbesondere die Venen im Fokus. Beim Gehen werden sie nämlich durch die Beinmuskulatur unterstützt. Mit jedem Schritt spannen sich Waden und Oberschenkel an und drücken die Venen zusammen, wodurch das Blut zum Herzen zurücktransportiert wird. Venenklappen verhindern dabei, dass das Blut wieder in Richtung Füße fließt. Diese sogenannte Muskel-Venen-Pumpe ist bei einer gleichmäßigen Bewegung wie dem Wandern besonders aktiv; regelmäßiges Gehen unterstützt also die Venengesundheit nachhaltig. Wenn die Venen in ihrer Funktion gestört sind, fühlen sich die Beine häufig schwer, müde oder gespannt an. Venenbeschwerden beeinträchtigen somit nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Freude an der Bewegung und an längeren Wanderungen. Wandern tut damit nicht nur den Venen und dem restlichen Körper, sondern auch der Seele gut.
Wandern und das Glück
Bereits Goethe schwärmte von dem Glücksgefühl, welches das Wandern in ihm auslöste. Dass Bewegung in der Natur glücklich macht, ist allerdings mehr als nur ein Gefühl – dahinter stecken messbare Prozesse im Körper. Beim Wandern werden die Glückshormone Endorphin, Dopamin und Serotonin ausgeschüttet. Diese Botenstoffe beeinflussen Stimmung, Motivation und Stressverarbeitung. Zudem sinkt der Cortisolspiegel auf Wanderwegen rasant. Hinzu kommt der Effekt der Umgebung: Der Blick auf natürliche Landschaften, eine ruhigere Geräuschkulisse und der Abstand vom Bildschirm geben dem Gehirn Raum zur Erholung. Auch die Pflanzen- und Tierwelt, die man bei manchen Wanderungen erblickt, hebt nachweislich die Stimmung.
Der sichere Weg zum Glück
Um in den Bergen, Wiesen und Wäldern sein Glück zu finden, braucht es nicht viel, doch manches sollte man beachten. Wir stellen Ihnen im Folgenden die wichtigsten Punkte für eine sichere Tour vor.
- Gut vorbereitet starten: Ein passend gepackter Rucksack gehört immer dazu (siehe Kasten), ebenso ein paar Dehnübungen. Sie bringen Kreislauf, Gelenke und Muskulatur in Schwung.
- Die Bergsonne nicht unterschätzen: Wenngleich die Temperaturen im Herbst gemäßigt sind, steigt die UV-Strahlung weiterhin mit jedem Schritt nach oben, und zwar pro 1.000 Höhenmeter um etwa 15 %. Sonnencreme und eine Kopfbedeckung sind daher auch im Herbst empfehlenswert.
- Tiere respektieren: Die meisten Begegnungen mit Weidevieh verlaufen problemlos, da Kühe von Natur aus friedlich sind und vor allem ungestört fressen wollen. Kritischer wird es, wenn Kälber in der Nähe sind oder sich die Tiere bedroht fühlen. Halten Sie daher ausreichend Abstand und seien Sie besonders achtsam, wenn Sie mit Hunden wandern. Weidetiere fühlen sich oftmals durch Hunde bedroht.
- Kleine Verletzungen sofort versorgen: Ein Umknicken, Stolpern oder Ausrutschen passiert schnell. Verletzungen sollten gleich erstversorgt werden, das lindert Schmerzen, senkt das Infektionsrisiko und beschleunigt die Heilung.
- Venengesundheit fördern: Wie wir erfahren haben, tut den Venen Bewegung gut. Auch der Steinklee ist für die Venen sehr wertvoll. Selbiges gilt für den Steinklee. Das darin enthaltene Cumarin stärkt die Kapillarwände und fördert den venösen Rückfluss. Intakte Venen sorgen für leichtere Beine und mehr Freude an der Bewegung. Wichtig für die Venengesundheit sind auch ein kühlendes Gel bei starker Belastung sowie ausreichend Magnesium. Weitere Informationen erhalten Sie in Ihrer Apotheke.
- Kräfte für den Rückweg einteilen: Die meisten Unfälle passieren buchstäblich auf den letzten Metern – größtenteils aufgrund von körperlicher Erschöpfung. Jede Route sollte deshalb so geplant sein, dass ausreichend Reserven für den Rückweg bleiben.
Und zu guter Letzt:
- Ein Lachen auf den Lippen: Ein Lächeln beeinflusst die Stimmung positiv. Also zwischendurch innehalten, tief durchatmen, die Aussicht genießen und einfach den Moment auf sich wirken lassen. Wir wünschen Ihnen eine wunderschöne Wanderung!
