Schreckgespenst Wechselbeschwerden? Natürlich zähmen!

Die Wechseljahre sind eine Lebensphase, in der vermehrt Hitzewallungen,
Libidoverlust und Reizbarkeit auftreten. Da eine Hormonbehandlung für viele Frauen keine Option ist, rücken pflanzliche Mittel in den Fokus der Forschung. Ein zentrale Rolle spielt dabei die Heilpflanze Sibirischer Rhabarber.

Sind die Wechseljahre (Klimakterium) heute noch immer ein Schreckgespenst? Laut einer aktuellen Studie lautet die Antwort eindeutig „Ja“! 48 Prozent der befragten Frauen gaben nämlich an, Ängste bzw. Sorgen vor den Wechseljahren zu haben. Schon Jahre bevor diese beginnen, machen sich viele Frauen Gedanken darüber, was auf sie zukommt. Werde ich an Schlafstörungen leiden oder zunehmen? Wird meine Haut trocken? Und ist es mit den Hitzewallungen wirklich so schlimm, wie viele sagen? Die Wechseljahre sind im wahrsten Sinne des Wortes ein Schreckgespenst, das unweigerlich näher rückt. Wie sie sich auf das Wohlbefinden der jeweiligen Frau tatsächlich auswirken, lässt sich allerdings schwer voraussagen. Zwar sind Wechselbeschwerden auch erblich bedingt, doch Faktoren wie Lebensstil (Rauchen, Bewegung, Ernährung) haben ebenso einen signifikanten Einfluss. Tipps, wie Sie diese Beschwerden abfedern können, erhalten Sie am Ende dieses Artikels. Zunächst gehen wir den Ursachen für Schweißausbrüche und Hitzewallungen, nämlich den Hormonen, auf den Grund.

Der Hormonhaushalt im Wandel der Zeit

Bei der Geburt verfügen Mädchen über rund eine bis zwei Millionen Eizellen. Danach werden keine neuen Eizellen mehr gebildet, und im Laufe des Lebens nimmt ihre Anzahl kontinuierlich ab. Mit Beginn der Pubertät reift in jedem Zyklus eine Eizelle vollständig heran und wird beim Eisprung freigesetzt. Gleichzeitig gehen jedoch viele weitere Eizellen zugrunde, sodass die sogenannte „Eizellreserve“ mit den Jahren immer kleiner wird und sich schließlich gänzlich erschöpft. Die Fruchtbarkeit endet und die Eierstöcke stellen nach und nach ihre Funktion ein. In weiterer Folge sinkt die Produktion der Hormone Östrogen und Progesteron. Diese hormonelle Umstellung bezeichnet man als „Wechseljahre“.

Phasen der Wechseljahre

Die Wechseljahre sind ein fließender Prozess, der sich über mehrere Jahre erstreckt. Die erste Phase wird als Prämenopause bezeichnet und beginnt etwa mit Mitte 40. Auch wenn die Regelblutung zunächst noch relativ regelmäßig auftritt, kommt es bereits zu deutlichen hormonellen Veränderungen. Die Perimenopause (ca. 1–2 Jahre vor bis 1 Jahr nach der Menopause) umfasst den Zeitraum rund um die Menopause. In dieser Phase treten die typischen Begleiterscheinungen wie Hitzewallungen oder Schlafstörungen häufig verstärkt auf. Der Zeitpunkt der Menopause (circa im Alter von 50–53 Jahren) bezeichnet man als die letzte Regelblutung. Dieser Zeitpunkt kann jedoch erst rückblickend bestimmt werden, wenn mindestens zwölf Monate lang keine Blutung mehr aufgetreten ist. Daran schließt sich die Postmenopause an. Sie beginnt also, wenn die letzte Regelblutung mehr als ein Jahr zurückliegt. Diese Phase kann viele Jahre andauern, in denen sich der Hormonhaushalt auf einem neuen Niveau stabilisiert. Die Wechselbeschwerden schwächen sich dann oftmals ab, verschwinden aber nicht immer.

Typische Leiden im Klimakterium

Ein Drittel der Frauen hat keine, ein Drittel spürbare und ein Drittel starke Beschwerden in den Wechseljahren. Die Symptome sind oftmals vielfältig. Zu ihnen zählen unter anderem:

Hitzewallungen
Schweißausbrüche
Libidoverlust
Schlafstörungen
Gewichtszunahme
Stimmungsschwankungen

Besonders belastend ist, dass manche dieser Beschwerden, wie etwa die Hitzewallungen, häufig unvorhersehbar auftreten. Die Betroffene sitzt mitten in einem Meeting oder bei einem Treffen mit Freunden, und plötzlich steigt die gefühlte Temperatur im Inneren an – Hitzewallungen vermiesen den Augenblick. Auch mitten in der Nacht kann ein Schweißausbruch den süßesten Traum zunichtemachen. Wechseljahresbeschwerden begleiten die Frauen wie ein ständiger Schatten oder (anders ausgedrückt) wie ein Schreckgespenst. Folglich sind es nicht nur die körperlichen Probleme, die zur Last werden. Qualen im Klimakterium belasten vielfach ebenso die psychische Gesundheit. Sie einfach zu ignorieren und auf bessere Zeiten zu warten, ist somit keine annehmbare Option (siehe Grafik).

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

In besonders schweren Fällen kann der Hormonhaushalt mit Hormonersatzpräparaten medizinisch beeinflusst werden. Diese müssen jedenfalls genau mit einem Arzt abgestimmt werden, um das Risiko der zahlreichen potenziellen Nebenwirkungen, zu denen unter anderem Gewichtszunahme, starke Wassereinlagerungen, schmerzende Brüste und Stimmungsschwankungen zählen, möglichst gering zu halten. Aufgrund dieser Nebenwirkungen wird die Hormonersatztherapie heute deutlich zurückhaltender eingesetzt als noch vor einigen Jahren. Sie wird in der Regel nur empfohlen, wenn die Beschwerden sehr stark ausgeprägt sind und andere Maßnahmen nicht ausreichend helfen. Mittlerweile gibt es gut untersuchte natürliche Hilfsmittel, um die Beschwerden in den Wechseljahren zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Einer dieser immer beliebter werdenden natürlichen Helfer ist der Rhabarber.

Darum ist Rhabarber bei Wechselbeschwerden heiß begehrt

Der Rhapontik-Rhabarber (Rheum rhaponticum), der auch als Sibirischer Rhabarber bezeichnet wird, ist besonders gut zur Linderung von Hitzewallungen und ähnlichen Beschwerden im Klimakterium geeignet. Dies liegt vor allem an den Extrakten aus der Wurzel, die Phytoöstrogene enthalten, welche strukturelle Ähnlichkeiten mit Östrogenen aufweisen. Sie binden selektiv nur an bestimmte Östrogenrezeptoren im Körper und helfen so, hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren auszugleichen, ohne dass Hormone zugeführt werden müssen. Studien zeigen, dass Rhapontik-Rhabarber bei Hitzewallungen und Schweißausbrüchen für spürbare Erleichterung sorgt. Auch Schlafstörungen, Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen bessern sich in vielen Fällen (siehe Grafik). Produkte mit diesem natürlichen Helfer für Frauen erhalten Sie in Ihrer Apotheke. Auf der nächsten Seite erfahren Sie weitere Tipps, wie Sie den Wechseljahren ihren Schrecken nehmen.

 

APOVITAL-Tipps zur Linderung von und  Vorbeugung gegen Wechselbeschwerden

Entspannung

Methoden wie progressive Muskelentspannung oder Meditation helfen, Stress abzubauen und innere Ruhe zu finden. Auch regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft oder Entspannungsmusik steigern das Wohlbefinden.

Schlafen

Eine feste Schlafroutine, etwa durch gleichbleibende Schlafenszeiten (auch am Wochenende) hilft. Ein kühles, dunkles Schlafzimmer reduziert Hitzewallungen und Nachtschweiß. Auf Koffein, Alkohol und schwere Mahlzeiten sollte abends möglichst verzichtet werden.

Ernährung

Lebensmittel mit viel Kalzium und Vitamin D, z. B. Milchprodukte, grünes Gemüse oder Fisch, stärken die Knochen. Zudem fördert eine ballaststoffreiche Kost mit Obst, Gemüse und Vollkornprodukten die Verdauung und den Stoffwechsel.

Bewegung

Durch den Wegfall des Eisprungs verbraucht der Körper weniger Energie, wodurch das Risiko für eine Gewichtszunahme steigt. Regelmäßige Aktivitäten wie Radfahren, Walken oder Schwimmen helfen, das Gewicht zu stabilisieren, und steigern gleichzeitig das Wohlbefinden.

Humor & Gelassenheit

Lachen reduziert die Stressreaktion im Körper, indem es den Level von Stresshormonen senkt und die Ausschüttung von Endorphinen fördert.

Atemübungen

Langsame, kontrollierte Atmung aktiviert den Parasympathikus und beruhigt das Nervensystem. Dadurch können Stress, Herzfrequenz und die Intensität von Hitzewallungen reduziert werden.

Flüssigkeitsaufnahme

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, da Hitzewallungen mit erhöhtem Flüssigkeitsverlust einhergehen. Sie unterstützt die Thermoregulation, stabilisiert den Kreislauf und fördert die Gesundheit von Haut und Schleimhäuten.

 

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