Pollen in der Nase und im Auge

Niesen, eine laufende Nase, Juckreiz sowie gerötete und tränende Augen sind die klassischen Symptome einer frühlingshaften Pollenallergie. Wir haben Tipps für Sie, um die Allergiesaison besser zu überstehen.

Pollen sind aktuell überall. Die Menge an Pollen in der Luft wird übrigens in „Pollen pro Kubikmeter Luft“ gemessen. Mithilfe spezieller „Pollenfallen“ ist es möglich, jedes einzelne Pollenkorn einzufangen und somit die Daten zu ermitteln. Bei 0 bis 10 Pollen pro Kubikmeter haben die meisten Menschen keine Probleme. Bei 10 bis 50 Pollen können empfindliche Personen leichte Symptome entwickeln. Ab etwa 50 bis 100 Pollen pro Kubikmeter Luft werden die Beschwerden für viele Allergiker deutlicher und ab 100 bis 300 Pollen spricht man von einer hohen Belastung mit starken Symptomen. Über 300 Pollen gelten als sehr hohe Belastung. Allerdings hängt die Wirkung nicht nur von der Menge, sondern auch von der Art der Pollen ab. Besonders intensiv-allergene Pollen, wie beispielsweise Birke oder Ragweed, führen bereits in niedriger Konzentration zu Belastungen. Zudem sind Allergien nicht bei jedem Menschen gleich stark ausgeprägt: Während 10 Pollen für den einen harmlos sein können, rinnt bei anderen bereits die Nase und die Augen sind blutrot.

Nase vs. Augen: Wie reagieren sie auf Pollen?

Pollen sind im Grunde harmlose Pflanzenbestandteile. Für Allergiker werden sie jedoch problematisch, sobald diese mit den Schleimhäuten der Nase in Kontakt kommen und dort eine Kettenreaktion auslösen, die zu den typischen Heuschnupfen-Symptomen führt: Die Schleimhaut schwillt an, produziert vermehrt Sekret, und schon beginnen Niesen, Jucken und eine verstopfte Nase. An den Augen reagiert die Bindehaut ähnlich empfindlich: Pollen führen hier zu Rötungen, Juckreiz und einem brennenden Gefühl. Der Körper versucht, die Fremdkörper durch vermehrtes Tränen zu entfernen. Bei manchen Allergikern kommt es sogar zu einer Schwellung der Augenlider, da die Blutgefäße durch die Entzündung durchlässiger werden.

Interessanterweise werden die Symptome nicht nur durch den direkten Kontakt mit Pollen ausgelöst. Über den sogenannten Naso-Okular-Reflex, eine Nervenverbindung zwischen Nase und Augen, können auch gereizte Nasenschleimhäute die Augen zum Tränen bringen, selbst wenn kaum Pollen direkt ins Auge gelangt sind. Daher gehen die Symptome oft miteinander einher.

Augentropfen und Nasensprays gegen allergische Beschwerden

In Ihrer Apotheke erhalten Sie sowohl für das Auge als auch für die Nase Beistand gegen Pollen. Gefäßverengende Augentropfen helfen, allergische Beschwerden im Auge zu lindern. Sie wirken direkt auf die erweiterten Blutgefäße, lassen die Schleimhaut abschwellen und hemmen die übermäßige Flüssigkeitsproduktion. So klingen Symptome wie Juckreiz und gerötete Augen schnell ab. Für die Nase erhalten Sie beispielsweise Nasensprays mit Carragelose®. Diese bilden einen lang anhaftenden, feuchtigkeitsspendenden Schutzfilm auf der Nasenschleimhaut, der die Schleimhaut schützt, indem er Pollen bindet und diese ausscheidet, bevor sie allergische Reaktionen hervorrufen können. Sowohl vorbeugend als auch bei akuten Beschwerden können Sie dadurch allergische Beschwerden zumindest abfedern und den Frühling in der freien Natur vermehrt genießen.

 

 

5 der bedrohlichsten Pollen in Österreich

  1. Birke
    • Extrem allergen, löst oft schwere Reaktionen aus (auch bei leichten Allergikern).
  2. Ambrosia (Ragweed)
    • Hochallergen, selbst geringe Pollenmengen können starke Symptome auslösen.
  3. Gräser
    • Gräserpollen sind winzig und werden weit verbreitet, was zu anhaltenden Beschwerden führt.
  4. Hasel
    • Blüht sehr früh (ab Februar) und setzt große Mengen an Pollen frei.
  5. Erle
    • Frühe Blüte und hohe Pollenproduktion, besonders in feuchten Gebieten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert