Intimgesundheit im Fokus

Der Sommer nähert sich. Frühlingsgefühle, wohin das Auge reicht – aber Ihre Intimgesundheit legt Ihrer Lebensfreude Steine in den Weg? Das muss nicht sein! Hilfe erhalten Sie in jeder Apotheke.

Der Frühling lässt alles erblühen und die Temperaturen steigen von Woche zu Woche! Der Alltag wird wieder aktiver: Wir schwingen uns aufs Rad, gehen laufen und springen ins Wasser. Wenn wir uns mehr bewegen, kommen wir natürlich eher ins Schwitzen – auch im Intimbereich. Gleichzeitig wird die Kleidung leichter und oft enger, sodass Wärme und Feuchtigkeit stärker auf der Haut bleiben. Das zunehmende Sonnenlicht erweckt bei manchen Menschen auch wieder vermehrt erotische Gefühle und steigert die Lust. Alle diese Faktoren führen dazu, dass das Risiko für Pilzinfektionen oder bakterielle Vaginosen ansteigt. Die Scheidenflora reagiert nämlich oftmals sehr sensibel auf Schweiß, Reibung oder längere Zeit im Wasser. Auch die Einnahme von Antibiotika oder ein aktuell geschwächtes Immunsystem erleichtern die Ausbreitung von Krankheitserregern. Wenn das empfindliche Gleichgewicht der Scheidenflora gestört ist, können sich Hefepilze wie Candida albicans übermäßig stark vermehren.

Typische Intimbeschwerden

Ein Scheidenpilz äußert sich in der Regel durch starken Juckreiz in der Scheide und im Bereich der Schamlippen. Zudem klagen viele Betroffene über ein Brennen in derselben Region. Auch beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr können Schmerzen oder eine erhöhte Empfindlichkeit auftreten. Im Gegensatz dazu kommt es bei einer bakteriellen Vaginose seltener zu starkem Juckreiz, dafür aber eher zu einem unangenehmen, fischigen Geruch. Die Diagnose „Scheidenpilz“ ist anhand des typischen Befundes meist eindeutig. Um den genauen Erreger zu bestimmen, ist jedoch ein Abstrich nötig. Oft wird auf die Laboruntersuchung eines Abstrichs verzichtet, da die Behandlung nicht erregerspezifisch erfolgen muss.

Pilzinfektion erfolgreich behandeln

Bei der Behandlung einer Vaginalpilzinfektion kommen in der Regel Antimykotika zum Einsatz. Diese bekämpfen den Pilz direkt und stoppen sein Wachstum. Ergänzend dazu tragen pflegende Cremes aus der Apotheke zur Linderung der Beschwerden bei und helfen, eine erneute Infektion zu verhindern. Dank Inhaltsstoffen wie Aloe Vera beruhigen sie die gereizte Schleimhaut, reduzieren Spannungsgefühle und unterstützen die Regeneration. Milchsäure hilft dabei, das natürliche saure Milieu der Scheide wieder ins Gleichgewicht zu bringen und so das Wachstum von Hefepilzen zu erschweren. Auch eine sanfte und maßvolle Pflege des äußeren Intimbereichs mit speziellen Hygienetüchern und -sprays ist sowohl bei der akuten Behandlung als auch zur Vorbeugung wichtig. Eine übertriebene Intimhygiene mit zu aggressiven Pflegeprodukten hat jedoch den gegenteiligen Effekt. Informieren Sie sich in Ihrer Apotheke über die passenden und hochwertigen Produkte für Ihre Intimgesundheit!

 

 

Pilz oder doch Bakterien?
Häufig sind Bakterien (bakterielle Vaginose) für den Juckreiz und das Brennen im Intimbereich verantwortlich. Auch eine „Mischinfektion“ ist nicht selten, das heißt, Bakterien und Pilze sind immer wieder gleichzeitig zu finden. Für die Behandlung einer bakteriellen Vaginose ist die Herstellung des natürlichen pH-Wertes der Scheidenflora von großer Bedeutung. Vaginalgels mit Milchsäure und Glykogen, oft angewendet in Kombination mit Antibiotika, sind dabei hilfreich. Unangenehme Beschwerden wie vermehrter Ausfluss, Geruch oder Unwohlsein werden somit natürlich gemildert.

 

Tipps für die Intimhygiene

1. Badezusätze vermeiden: Verzichten Sie auf schäumende Intimwaschmittel, Duschgels oder Badesalze mit Duftstoffen. Diese können das empfindliche pH-Gleichgewicht stören. Stattdessen reicht eine milde, pH-neutrale Reinigung, die den natürlichen Schutzfilm der Schleimhäute nicht angreift.

2. Lufttrocknen nach dem Duschen: Nach dem Duschen sollten Sie den Intimbereich nicht kräftig mit einem Handtuch abreiben. Es ist besser, die Haut leicht abzutupfen oder den Bereich an der Luft zu trocknen. So helfen Sie, Irritationen zu vermeiden und die natürliche Hautbarriere zu erhalten.

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