Im Wasser schmerzt manchmal das Ohr
Ein Tag am und im kühlen Nass ist wunderbar! Vom 10-Meter-Brett springen, rutschen und tauchen ist ein Genuss für Junge und Junggebliebene. An die Gefahr von Ohrenschmerzen danach denkt man kaum. Dabei kann man das Risiko einfach minimieren.
Die angenehme Wärme und Feuchtigkeit der Gewässer erfreut nicht nur uns Menschen. Auch Bakterien fühlen sich bei solchen Verhältnissen pudelwohl. Gerade im Ohr finden sie einen lauschigen Ort vor. Die abgegebene Körperwärme in Kombination mit dem Wasser, das beim Schwimmen, Tauchen und Plantschen in unser Ohr gelangt, bietet den Bakterien ideale Bedingungen, um sich zu vermehren und auszubreiten. Daher kommt es nach einem vergnüglichen Tag im Wasser leider immer wieder zu Ohrenschmerzen. Besonders häufig betroffen sind Kinder. Sie leiden höllisch unter den Beschwerden und müssen für die nächsten Tage vom herrlichen Wasser fernbleiben. Das bedeutet für Kinder und Eltern Tränen und Ärger.
Still und heimlich setzen sich die Bakterien fest
Tückisch ist, dass wir es nicht merken, wenn sich Bakterien im Gehörgang ansiedeln. In manchen Fällen können sogar Tage vergehen, bis wir das Problem im Ohr bewusst wahrnehmen. Das erste Anzeichen von Beschwerden ist meist ein leichter Juckreiz. Auch Rötungen können auftreten. Mit der Zeit setzen jedoch in der Regel starke Schmerzen ein. Oft kommt es auch zu einem Ausfluss aus dem Ohr sowie zu einer Schwellung des Gehörgangs, wodurch das Hörvermögen eingeschränkt wird. Die daraus resultierenden Beschwerden können uns Tage bis teilweise sogar Wochen ans Bett fesseln – und das mitten in den Sommerferien! Damit es niemals so weit kommt, gibt es effektive vorbeugende Maßnahmen.
Infektionsgefahr verringern
Entzündungen im äußeren Gehörgang werden durch Feuchtigkeit sowie durch einen alkalischen – also einen zu hohen – pH-Wert begünstigt. Insbesondere nach intensivem Kontakt mit Wasser ist daher die Entfernung von Feuchtigkeit eine wichtige Maßnahme zur Vorbeugung gegen Entzündungen. Ein klassischer Tipp bei Wasser im Ohr ist das Hüpfen auf einem Bein, allerdings verbleibt dabei oft trotzdem etwas Feuchtigkeit im Gehörgang. Abhilfe schaffen Ohrentropfen. Die spezielle Zusammensetzung von Ohrentropfen (häufig auch als Spray erhältlich) aus Ihrer Apotheke sorgt dafür, dass die Hautoberfläche im äußeren Gehörgang rasch trocknet. Säurekomponenten in den Tropfen helfen, den natürlichen Säureschutzmantel der Haut zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Inhaltsstoffe wie Dexpanthenol bieten zusätzlich Schutz und Pflege für die Haut. Wiederholen Sie den Vorgang regelmäßig oder zumindest am Ende des Badetages. Auf diese Weise wird den Bakterien der Lebensraum „entzogen“ und einem vergnügten Badespaß steht nichts mehr im Wege.
