Gesunde Venen trotz infernaler Hitze
Schweißperlen kullern über das Gesicht, das Atmen fällt schwer und das Herz pumpt wie verrückt. An heißen Tagen muss der Körper hart arbeiten, um eine Überhitzung zu verhindern. Wie ihm das gelingt und welche Folgen die Hitze hat, haben wir uns genauer angesehen.
Es ist Sommer und es ist heiß! Die sommerlichen Tage nutzen wir für entspannte Grillabende im Freien, gemütliche Nachmittage am Wasser oder im Gastgarten bei einer kulinarischen Köstlichkeit. Für die ganz Sportlichen unter uns gibt es außerdem die Möglichkeit, frühmorgendliche Wanderungen auf die Gipfel der Nation zu unternehmen. Das Leben in den wärmsten Monaten des Jahres ist unbeschwerter und fühlt sich leichter an – allerdings hat der Sonnenschein leider auch seine Schattenseiten. Bei Temperaturen über 25 Grad muss der menschliche Körper nämlich bereits hart arbeiten, um die Körperkerntemperatur nicht zu hoch werden zu lassen. Diese beträgt etwa 37 Grad, allerdings wird durch den Stoffwechsel im Körper ständig Wärme erzeugt. Somit muss unser Organismus bereits ab etwa 25 Grad aktiv werden, um nicht zu überhitzen. Einfach ausgedrückt, wird die „körpereigene Klimaanlage“ eingeschaltet und versucht, hauptsächlich durch Schwitzen sowie durch eine Erweiterung der Blutgefäße die Wärme über die Haut nach außen abzugeben. Gelingt das nicht, droht eine Überhitzung.
Reaktion der einzelnen Organe auf die Hitze
Der Kopf schmerzt: Menschen mit wenig Haaren spüren die Hitze bzw. die Sonnenstrahlen und die damit verbundene UV-Belastung häufig als Erste. Mögliche Folgen sind Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel oder ein Hitzschlag. Im Extremfall droht sogar Verwirrtheit. Das liegt daran, dass sich die Durchblutung verändert und das Gehirn unter Umständen weniger Sauerstoff erhält.
Die Haut verbrennt: Es mag ein wenig martialisch klingen, aber im Falle eines Sonnenbrandes spricht man tatsächlich von einer „Verbrennung“. Diese wird in verschiedene Schweregrade eingeteilt: Grad 1 entspricht einem leichten Sonnenbrand, der sich durch eine Rötung der Haut bemerkbar macht. Grad 2 ist ein mittelschwerer Sonnenbrand mit Bläschenbildung. Grad 3 gilt als schwere Verbrennung und muss ärztlich behandelt werden. Auch Juckreiz und Ausschläge können entstehen.
Die Leber leidet leise: Bei starker Hitze drosselt die Leber teilweise ihre Stoffwechselaktivität, um Energie zu sparen. Gleichzeitig kann ihre Entgiftungsfunktion beeinträchtigt werden, insbesondere wenn der Flüssigkeitshaushalt gestört ist. Hitze geht auf die Nieren; um Wasser zu sparen, reduzieren sie die Urinproduktion. Der Urin wird konzentrierter, was bei anhaltender Hitze und unzureichendem Trinken zu einer starken Belastung führen kann.
Die Hitze nimmt der Lunge die Luft: Besonders gefährlich wird es, wenn die Ozonbelastung hoch ist. Die Atemwege werden gereizt und die Schleimhäute trocknen aus, was zu Husten oder Atemnot führen kann. Menschen mit Atemwegserkrankungen spüren das besonders stark.
Anhaltende Hitzebelastung schwächt das Immunsystem: Die körpereigene Abwehr ist mit der Thermoregulation ausgelastet und reagiert langsamer auf Krankheitserreger. Das erklärt, warum manche Menschen bei Hitze anfälliger für Infekte sind, beispielsweise im Bereich der Atemwege oder der Harnwege.
Hormone geraten in Wallung: Es kommt dadurch zu Veränderungen im Stresshormonspiegel (z. B. Cortisol) oder zu Störungen im Schlaf-Wach-Rhythmus, der eng mit der Temperaturregulation zusammenhängt. Der Menstruationszyklus kann ebenfalls betroffen sein.
Beschwerden im Magen-Darm-Trakt: Viele Menschen klagen über Appetitlosigkeit, Übelkeit oder ein allgemeines Unwohlsein im Bauchbereich. Der Körper verlagert seine Energie auf die Temperaturregulation und drosselt die Verdauung.
Wie Sie sehen, haben hitzige Temperaturen in beinahe allen Körperbereichen Folgen. Bislang nicht erwähnt wurden die Venen und das Herz-Kreislauf-System. Gerade ihnen sollten wir besonders viel Beachtung schenken, schließlich sind ein funktionierendes Herz-Kreislauf- und ein intaktes Venensystem (über)lebenswichtig.
Herz und Venen
Die häufigsten hitzebedingten Beschwerden betreffen Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System sowie mit den Venen. Millionen Österreicherinnen und Österreicher leiden bei heißen Temperaturen zumindest unter leichten Beschwerden. Die Gründe: Bei Hitze erweitern sich die Venen, wodurch es zu geschwollenen Beinen, einem Spannungsgefühl oder im ungünstigsten Fall zu einer Venenschwäche und Thrombose kommen kann. Zudem versackt das Blut leichter in den Beinen und der Rückfluss zum Herz ist erschwert. Das Herz reagiert auf hohe Temperaturen mit einem beschleunigten Puls und einer erhöhten Kreislaufbelastung. Es muss also mehr arbeiten, um das Blut in die erweiterten Hautgefäße zu pumpen und so die Körperwärme abzugeben. Bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann dies zu Atemnot oder Kreislaufschwäche führen. Hinzu kommt, dass bei starker Hitze oft zu wenig getrunken wird; dadurch dickt das Blut zusätzlich ein und belastet den Kreislauf. Um die Gesundheit von Herz und Venen zu fördern, spielen neben Bewegung und Ernährung auch sekundäre Pflanzenstoffe eine Rolle.
OPC – Unterstützung für Kreislauf und Venen
Eine natürliche Unterstützung, um hitzebedingte Beschwerden abzufedern, bieten OPC (oligomere Proanthocyanidine). Diese sekundären Pflanzenstoffe sind hochpotente Antioxidantien, welche die Gefäßgesundheit und somit das Herz-Kreislauf-System auf bemerkenswerte Weise unterstützen können. OPC wirken entzündungshemmend, gefäßstärkend und durchblutungsfördernd. Sie erhöhen die Elastizität der Gefäße und beeinflussen den Blutdruck positiv. OPC stärken die Kollagenstruktur in den Gefäßwänden, verbessern deren Elastizität und können so dabei helfen, das Venensystem bei Hitze zu entlasten. Auch die feinen Kapillaren profitieren und die Mikrozirkulation wird verbessert, was die Temperaturregulation im Körper erleichtert. Besonders wirksam sind OPC in Kombination mit Vitamin C, das die antioxidative Wirkung der OPC verstärkt und zusätzlich zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress beiträgt. OPC und Vitamin C bilden gemeinsam ein wirkungsvolles Duo, welches das Herz-Kreislauf-System auf pflanzlicher Basis unterstützt – besonders in Zeiten, in denen Hitze und Kreislaufbelastung den Körper fordern. Welche Nahrungsmittel reichlich OPC enthalten, erfahren Sie in unserem Infokasten. In Ihrer Apotheke erhalten Sie ergänzend hochwertige Nahrungsergänzungsmittel, die reich an OPC sind. Weitere Anregungen, wie Sie Hitzewellen gut überstehen, haben wir für Sie in den APOVITAL-Tipps zusammengefasst. Wir wünschen Ihnen einen wunderbaren Sommer!
Mit unseren zwölf Tipps gegen die Hitze bringen wir etwas Abkühlung in Ihr Leben.
1. Ausreichend trinken
Bei großer Hitze empfehlen wir, koffeinhaltige Getränke wie Kaffee nur in Maßen zu genießen, da der Kreislauf ohnehin schon genug zu tun hat. Ideal sind lauwarme oder zimmerwarme Getränke. In vielen arabischen Ländern wird selbst bei größter Mittagshitze warmer Tee getrunken. Zu kalte Getränke verschaffen nur kurzfristig Abkühlung und können Schwitzattacken auslösen. Empfehlenswert sind stark verdünnte Traubensäfte, die erfrischen und wertvolle OPC enthalten.
2. Leicht essen
Früchte mit hohem Wassergehalt wie Melonen, Gurken oder Erdbeeren sind ideal für heiße Tage. Unser Tipp: Kalte Suppen wie Gazpacho bringen kulinarische Abwechslung und helfen Ihnen, den Flüssigkeitshaushalt aufzufüllen.
3. Alkohol mit Bedacht
Ein kühles Bier oder ein Cocktail können im Sommer verlockend sein, doch Alkohol belastet Kreislauf und Nieren zusätzlich. Genießen Sie Alkohol daher lieber in Maßen und achten Sie auf Ausgleich: Zu jedem Glas Alkohol sollte ein Glas Wasser getrunken werden.
4. Auf Warnzeichen achten
Wenn Ihnen schwindelig wird oder Sie sich unwohl fühlen, suchen Sie sofort einen schattigen Platz auf und ruhen Sie sich aus. Übelkeit, Kreislaufschwäche oder Benommenheit können Anzeichen eines Hitzekollapses sein.
5. Die Siesta nutzen
Die klassische Mittagsruhe ist eine kluge Strategie. Gönnen Sie sich, wenn es Ihr Alltag erlaubt, zur größten Hitze eine Ruhepause nach dem Essen. Denken Sie an die Tierwelt: Auch dort ist das Verdauungsschläfchen sehr beliebt.
6. Die Kühlflasche
Wärmflaschen lassen sich im Sommer ganz einfach zur Kühlflasche umfunktionieren. Für eine angenehme Erfrischung legen Sie die Flasche für einige Stunden in den Kühlschrank (aber nicht ins Gefrierfach).
7. Duschen Sie vor dem Schlafengehen richtig.
Duschen Sie abends nicht eiskalt, sondern lauwarm. Der Körper reagiert auf kaltes Wasser mit Schwitzen. Ein sanfter Temperaturausgleich hilft beim Einschlafen. Trocknen Sie sich anschließend gründlich ab.
8. Bewusst atmen
Bei großer Hitze atmen viele Menschen sehr flach, was Herz und Kreislauf belastet. Achten Sie deshalb bewusst auf Ihre Atmung: Atmen Sie durch die Nase tief in den Bauch ein. Das aktiviert das Zwerchfell und verbessert die Sauerstoffversorgung – auch für Herz und Gefäße.
9. Bewegung zur richtigen Zeit
Verlegen Sie körperliche Aktivitäten in die kühleren Stunden des Tages, am besten in den frühen Morgen oder in den späten Abend. Leichte Bewegung wie Spazierengehen oder Radfahren hält den Kreislauf in Schwung, ohne den Körper zu überfordern.
10. Luftige Kleidung
Tragen Sie helle, weite Kleidung aus Naturmaterialien wie Baumwolle oder Leinen. Diese Stoffe lassen die Haut atmen und verhindern einen Wärmestau. Enge Kleidung behindert nicht nur die Atmung, sondern auch den venösen Rückfluss
11. Wohnräume kühl halten
Lüften Sie in den frühen Morgenstunden, verdunkeln Sie die Fenster tagsüber und vermeiden Sie zusätzliche Wärmequellen wie den Herd oder elektronische Geräte. Ein kühler Rückzugsort ist wichtig für Herz, Kreislauf und erholsamen Schlaf.
12. Venen regelmäßig entlasten
Legen Sie Ihre Beine mehrmals täglich hoch, um den Rückfluss zum Herz zu unterstützen. Auch kalte Beingüsse oder Kneipp-Anwendungen wirken wohltuend. Bei Neigung zu Venenproblemen können pflanzliche Mittel mit OPC und Rosskastanie zusätzlich helfen.
In diesen Lebensmitteln sind reichlich OPC enthalten:
Traubenkerne: die mit Abstand reichste natürliche Quelle für OPC; besonders in dunklen Trauben enthalten
Rotes Traubenmark: konzentrierter Mix aus Traubenschalen und -kernen, Grundlage vieler Nahrungsergänzungsmittel
Maritime Pinienrinde: sehr OPC-haltig, allerdings nicht direkt verzehrbar; dient als Rohstoff für Extrakte
Heidelbeeren: enthalten neben OPC viele weitere Flavonoide; am besten frisch oder tiefgekühlt
Aroniabeeren: sehr hoher Gehalt an Polyphenolen, darunter auch OPC; häufig als Saft oder Pulver erhältlich
Holunderbeeren: traditionelles heimisches Obst mit antioxidativer Wirkung und beachtlichem OPC-Anteil
Schwarze Johannisbeeren: sauer, aber gesund; gute Quelle für Anthocyane und OPC
Rotwein: in Maßen genossen, eine natürliche Quelle für OPC aus Traubenschalen und -kernen
Erdnüsse mit Häutchen: Die roten Häutchen enthalten relevante Mengen an OPC.
Apfelschalen: Vor allem in roten, ungeschälten Äpfeln steckt ein kleiner Anteil OPC.
Rohkakao und dunkle Schokolade: je höher der Kakaoanteil, desto größer der Polyphenolgehalt – einschließlich OPC
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