Eine Portion Gesundheit: Allergien

Beinahe jeder zweite Mensch in Österreich leidet an einer Form von Allergie, wobei Pflanzenpollen zu den häufigsten Auslösern zählen. Oftmals ist die einzige Möglichkeit, die Beschwerden zu lindern, die Vermeidung des allergieauslösenden Stoffes. Eine Maßnahme, die eine Allergie erträglicher macht, ist eine angepasste Ernährung.

Bei Allergien reagiert das Immunsystem überempfindlich, indem es IgE-Antikörper bildet. Kommt es zum Kontakt mit Allergenen, wird Histamin freigesetzt, was zu Entzündungen und typischen Beschwerden wie Husten, einer laufenden Nase oder tränenden Augen führt. Eine angepasste Ernährung hilft häufig, diese Reaktionen zu dämpfen. Wichtig ist eine darmgesunde Kost. Ballaststoffe stärken die Darmflora und sekundäre Pflanzenstoffe aus Gemüse, Obst und Kräutern wirken entzündungshemmend. Täglich werden drei Portionen Gemüse und zwei Portionen zuckerarmes Obst sowie eine möglichst große Vielfalt empfohlen. Omega-3-reiche Pflanzenöle, pflanzliche Eiweißquellen sowie Vollkornprodukte unterstützen eine antientzündliche Ernährung. Fleisch, Wurst und Zucker sollten nur selten verzehrt werden, von stark verarbeiteten Fertiggerichten ist grundsätzlich abzuraten. In akuten Phasen ist für viele Allergikerinnen und Allergiker zudem eine histaminarme Ernährung sinnvoll. Ein Ernährungs- und Symptomtagebuch hilft dabei, individuelle Auslöser zu erkennen. Wir stellen Ihnen heute eine „allergikerfreundliche“ Mahlzeit vor. Beachten Sie jedoch, dass Allergien sehr individuell sind.

Milder Kichererbseneintopf (histaminfreundlich interpretiert)

Für 4 Personen

Zutaten

250 g getrocknete Kichererbsen

1 rote Zwiebel

2 Knoblauchzehen

300 g Süßkartoffeln

1 kleine Zucchini

1 Karotte

2 EL Rapsöl

1 TL Kurkuma

800 ml möglichst frische, histaminarme Gemüsebrühe

1 Handvoll frische Petersilie

Salz

 

Zubereitung

Die Kichererbsen am Vortag in reichlich kaltem Wasser einweichen – dadurch werden sie bekömmlicher und leichter verdaulich. Am nächsten Tag abgießen, mit frischem Wasser bedecken und etwa 45 Minuten weich kochen. Anschließend abseihen und beiseitestellen. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Süßkartoffeln, Zucchini und Karotte ebenfalls schälen beziehungsweise waschen und in gleichmäßige, mundgerechte Stücke schneiden. Gleichmäßige Würfel sorgen dafür, dass das Gemüse gleichzeitig gar wird. Das Rapsöl in einem ausreichend großen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebel und Knoblauch darin langsam glasig dünsten, ohne dass sie bräunen. Kurkuma einstreuen und kurz mitrühren, damit sich das Aroma entfalten kann. Das vorbereitete Gemüse hinzufügen, mit der frischen Gemüsebrühe aufgießen und alles etwa 15 Minuten sanft köcheln lassen. Anschließend die gekochten Kichererbsen zugeben und weitere 10 Minuten ziehen lassen, damit sich die Aromen verbinden. Zum Schluss mit Salz behutsam abschmecken. Mit frisch gehackter Petersilie bestreuen und möglichst sofort servieren.

 

 

Für eine histaminbewusste Ernährung ist Frische besonders wichtig. Speisen sollten nach dem Kochen nicht lange warm gehalten und Reste rasch gekühlt oder besser noch vermieden werden, da der Histamingehalt bei längerer Lagerung ansteigen kann.

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