Ein Tropfen gegen das trockene Auge
Ein Tropfen, das entspricht in etwa 0,05 ml (50 Mikroliter), lindert ein trockenes, juckendes und kratzendes Auge für bis zu 12 Stunden. Die sogenannte „Tearshield-Methode“ (Tränenfilmschutz) macht es möglich.
Natürlich gab es schon immer Menschen mit trockenen Augen und es wird sie auch in Zukunft geben. Allerdings werden es von Tag zu Tag mehr. Ein Grund dafür ist, dass wir immer älter werden und es damit einhergehend zu Veränderungen der Tränendrüsen kommt. Auch Hormone sowie die abnehmende Blinkfrequenz im Alter rufen trockene Augen hervor. Auffälliger als die altersbedingten Beschwerden ist jedoch, dass immer mehr junge Erwachsene und sogar Kinder davon betroffen sind. Verantwortlich dafür sind die zunehmende Bildschirmzeit sowie Umweltfaktoren, denen wir vielerorts ausgesetzt sind. Dazu zählt beispielsweise die Luftverschmutzung. Die steigende Zahl von Betroffenen hat in den vergangenen Jahren rund um den Globus zu einer verstärkten Forschungstätigkeit zum Thema „trockene Augen“ durch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern geführt.
Die Schichten des Tränenfilms
Der Tränenfilm ist ein fein abgestimmtes System, das unsere Augen gesund erhält. Mit jedem Lidschlag wird er gleichmäßig über die Augenoberfläche verteilt. Er sorgt für eine geschmeidige Oberfläche und schützt vor Bakterien und Fremdkörpern. Der Tränenfilm besteht aus mehreren Schichten, die perfekt aufeinander abgestimmt sind.
Die oberste Lipidschicht verhindert das Verdunsten der Tränenflüssigkeit und sorgt für Stabilität.
Darunter liegt die wässrige Schicht, die die Augen mit Feuchtigkeit versorgt und Nährstoffe liefert.
Die unterste Schicht (Schleimschicht bzw. Muzinschicht) verteilt den Tränenfilm gleichmäßig und schützt vor mechanischen Reizungen.
Zu beachten ist, dass Komplikationen in einer dieser drei Schichten zu trockenen Augen und somit zu einer Minderung der Lebensqualität führen können. Als Laie ist es nahezu unmöglich festzustellen, wo genau das Problem liegt. Die meisten klassischen Augentropfen zur Behandlung von trockenen Augen konzentrieren sich entweder auf die wässrige Schicht (mit Hyaluronsäure oder anderen feuchtigkeitsspendenden Substanzen) oder auf die Lipidschicht (mit Lipiden, um das Verdunsten zu reduzieren). Die Muzinschicht wurde lange Zeit wenig beachtet, da der Fokus zunächst eher auf der reinen Feuchtigkeit und dem Schutz vor Verdunstung lag. Nicht ideal an die Bedürfnisse angepasste Augentropfen helfen jedoch entweder nicht zufriedenstellend oder erfordern ein ständiges Nachtropfen.
Den natürlichen Tränenfilm nachahmen
Heutzutage verfolgen viele Forschende das Ziel, den natürlichen menschlichen Tränenfilm bestmöglich nachzuahmen – und das Schicht für Schicht. Lipidhaltige Substanzen wirken dabei wie eine Schutzschicht, die ein Verdunsten des Tränenfilms verhindert und für Stabilität sorgt. Gleichzeitig befeuchten die wässrigen Inhaltsstoffe die darunterliegende Schicht intensiv. Weitere Komponenten helfen, den Tränenfilm gleichmäßig zu verteilen und somit die Muzinschicht zu regulieren. Dies ist besonders wichtig, damit die Augen auch in trockenen Umgebungen wie beheizten Räumen geschützt sind. Dank dieser modernen „Tränenfilmschutz-Methode“, die in Augentropfen aus Ihrer Apotheke enthalten ist, reicht oftmals bereits eine einmalige Anwendung am Morgen mit einem Tropfen – genauer gesagt 0,05 ml – aus, um den ganzen Tag vor trockenen Augen und damit verbundenen Reizungen geschützt zu sein. Lästiges Nachtropfen gehört somit der Vergangenheit an. Neben der Feuchtigkeit bewirken hochwertige Augentropfen zudem einen angenehmen Frischeeffekt für Ihre Augen.
Wussten Sie, dass …
… die Lipidschicht besonders durch trockene Luft und Klimaanlagen gefährdet ist?
… die wässrige Schicht häufig aufgrund von Krankheiten und Medikamenten leidet?
… die Muzinschicht oft durch eine reduzierte Blinzelfrequenz und Reizstoffe belastet wird?