Die Zeit heilt alle Wunden …

… allerdings ist es absolut empfehlenswert, den Körper dabei zu unterstützen. Denn bei fehlender oder mangelnder Behandlung besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Wie Wunden am besten heilen, haben wir für Sie zusammengestellt.

Die Versorgung einer Wunde beginnt stets mit einer sorgfältigen Reinigung. Besonders bei Fremdkörpern wie Erde, Sand, Holz oder Glassplittern ist Vorsicht geboten, da diese nicht nur Schmerzen verursachen, sondern auch das Risiko bakterieller Infektionen erhöhen. Über sie können Mikroorganismen in tiefere Gewebeschichten gelangen und so schwerwiegende Infektionen auslösen. Stecken Fremdkörper tief, sollte ihre Entfernung ausschließlich durch medizinisches Fachpersonal erfolgen, da das Entfernen sonst zu zusätzlichen Schäden führen kann. Oberflächliche Verschmutzungen lassen sich mit klarem Wasser abspülen; dieses sollte weder zu kalt noch zu heiß sein. Anschließend ist es wichtig, die Wunde nicht zu reiben, sondern sie maximal sanft abzutupfen oder an der Luft trocknen zu lassen.

Desinfektion und Schutz

Nach der Reinigung ist eine Desinfektion unerlässlich. Antiseptische Mittel aus der Apotheke töten Bakterien, Pilze und andere Keime zuverlässig ab, ohne die Wunde stark zu reizen. Somit wird die Wunde vor Infektionen geschützt. Die antimikrobiellen Eigenschaften von Silber verhindern beispielsweise das Eindringen exogener Keime in das Wundareal. Somit wird die Vermehrung von Bakterien und Pilzen verhindert und das Risiko von Komplikationen im Wundheilungsprozess verringert. Anschließend kann die Wunde mit einer sterilen Wundauflage geschützt werden. Auf diese Weise verhindert man, dass sie mechanisch belastet wird.

Die Wunde heilt

Zur aktiven Unterstützung der Heilung empfiehlt sich die Anwendung spezieller Wundcremes. Hyaluronsäure fördert die Wundheilung, indem sie die Bildung von neuem Gewebe beschleunigt. Sie sorgt für ein feuchtes Wundmilieu, reduziert die Narbenbildung und trägt zu einer schnellen, natürlichen und ungestörten Wundheilung bei. Dank seiner antioxidativen und filmbildenden Eigenschaften verstärkt Vitamin E die feuchtigkeitsspendende Wirkung der Hyaluronsäure, begünstigt die Wiederherstellung optimaler Hautfeuchtigkeitsbedingungen und fördert somit den Regenerationsprozess der Haut. Ideal für unterwegs sind Wundsprays, die Sie, wie auch die Wundcremes, in Ihrer Apotheke erhalten.

Wunden im Blick behalten

Es ist fast geschafft! Allerdings sollte man die Wunde so lange beobachten, bis sie tatsächlich vollständig verheilt ist. Bei einer gut heilenden Wunde erfolgt dieser Prozess kontinuierlich, ohne dass es zu starken Rötungen, Schwellungen oder einem Wärmegefühl kommt. Veränderungen wie zunehmende Rötung, Schwellung, Wärme oder Eiterbildung können erste Anzeichen einer Infektion sein und müssen ärztlich kontrolliert werden.

 

1. Entzündungsphase (Exsudationsphase; 0–3 Tage)
Diese beginnt unmittelbar nach der Verletzung.
Blutgerinnung und Entzündungsreaktion setzen ein.
Rötung, Schwellung, Wärme, Schmerz und ggf. Austritt von Flüssigkeit (Exsudat) treten auf.
Aufgabe: Reinigung der Wunde durch Immunzellen, Verhinderung von Infektionen

2. Proliferationsphase (Granulationsphase/Gewebebildung; ca. 3–14 Tage)
Neubildung von Bindegewebe und Blutgefäßen
Fibroblasten und Keratinozyten wandern ein, Wundränder ziehen sich zusammen.
Hyaluronsäure und andere Faktoren unterstützen die Zellmigration sowie die Zellteilung.
Aufgabe: Aufbau von neuem Gewebe, Beginn der Epithelisierung (Deckgewebe wächst über die Wunde)

3. Remodellierungsphase (Maturationsphase/Narbenbildung; ab circa 2 Wochen bis mehrere Monate)
Kollagenfasern werden umgebaut und stabilisiert.
Narbengewebe gewinnt an Festigkeit, Blutgefäße bilden sich zurück.
Die Wunde wird zunehmend belastbar, jedoch nie wieder so elastisch wie die zuvor unverletzte Haut.

 

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