Die Fahrt ins Blaue: Folge 4

„Alle einsteigen!“, ruft Franz, der Chauffeur des heutigen Tages. Die Türen schließen sich mit einem leisen Klicken, und die Reisenden lassen sich in ihre Sitze zurückfallen. Hildegard, die zweite Fahrerin, lächelt und sagt: „Heute fahren wir in eine Stadt, deren zweiter Buchstabe ein ü ist und die in Bayern liegt.“ – „München!“ und „Nürnberg!“ schallt es wie aus der Pistole geschossen von den gut gelaunten Mitreisenden zurück. Die Reiseleiterin schmunzelt, damit ist das Eis gebrochen. „Mehr wird allerdings nicht verraten“, gibt sie sich fürs Erste kryptisch. Da es auf der Autobahn zu einem langen Stau gekommen ist, fährt Franz rasch auf eine Bundesstraße ab. Kleine Dörfer mit wunderschönen Kirchen und Kapellen säumen den Weg. Kurz nach der deutschen Grenze fordern die Damen und Herren im Bus vehement einen ersten Stopp. Da kommt der Kirchenwirt gerade recht, den Hildegard zufällig entdeckt hat. Wirtsherr Alois legt die Weißwürste in einen Kupferkessel und schenkt den staunenden Reisenden ein feines Weißbier ein. Begeistert von der Idee einer Reise ins Unbekannte, erzählt Alois zahlreiche Anekdoten über die bayerische Seele, sodass den Reisenden vor Lachen einzelne Tränen über die Wangen kullern. Gut gestärkt geht es gegen 10 Uhr weiter. Franz erzählt: „Die Stadt, in die wir unterwegs sind, war schon im Mittelalter ein bedeutendes Handelszentrum. Handwerkszünfte und Märkte prägten das Leben dort, und ihre Spuren sind noch heute sichtbar.“ – „Wusstet ihr“, wirft Hildegard ein, „dass die dortigen Universitäten Gelehrte aus ganz Europa angezogen haben?“ Abschließend erwähnt sie, dass der erste Stopp nach dem Einchecken im Hotel die Maxbrücke sein wird, und ergänzt: „Nicht zu verwechseln mit der Maximilianbrücke.“ Nun sind es noch etwa 150 Kilometer bis zum Zielort, und das Busfahrerpaar schweigt eisern über das endgültige Ziel der Fahrt ins Blaue. Wissen Sie, wohin uns die heutige Reise führt?

 

Ist München das Ziel?
Oder Nürnberg?

 

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