Das geht ins (trockene) Auge
Klimaanlage, Bildschirmarbeit, Allergien oder eine nicht ideal angepasste Sehhilfe: Unsere Augen sind permanent Belastungen ausgesetzt. Eine der häufigsten Folgen ist das trockene Auge. Mit Augentropfen lassen sich die Beschwerden in der Regel schnell lindern.
Das digitale Leben fordert die Augen heraus, egal ob wir chatten, lesen oder arbeiten. Sitzen wir gespannt vor den diversen Bildschirmen, vergessen wir nicht nur die Welt um uns herum, sondern oft auch auf das Blinzeln. Blinzeln wir seltener, steigt das Risiko für trockene Augen rasant an. Auch die kleine Größe sowie das Blaulicht der Geräte sind für das Auge herausfordernd. Aufgrund der digitalen Revolution hat die Zahl der Menschen, die unter gereizten oder trockenen Augen leiden, in den letzten Jahren spürbar zugenommen. Selbst Kinder sind zunehmend betroffen. Doch nicht nur Bildschirme belasten die Augen – auch Staub, Pollen, Sonnenlicht, trockene Heizungsluft oder Klimaanlagen wirken reizauslösend. Hinzu kommt: Wer zu wenig trinkt oder eine schlecht angepasste Brille trägt, stört den Tränenfilm zusätzlich. Alle diese Faktoren schädigen somit die Augengesundheit, oder besser gesagt: Sie gehen ins Auge.
Symptome eines trockenen Auges
Sind Hornhaut und Bindehaut nicht ausreichend mit Tränenflüssigkeit benetzt, spricht man vom sogenannten „trockenen Auge“ (Sicca-Syndrom). Die Symptome reichen von Brennen und Jucken über Rötungen bis hin zum Gefühl, einen Fremdkörper im Auge zu haben. Auch verklebte Lider, Müdigkeit, Schmerzen und verschwommenes Sehen sind möglich. In schweren Fällen kann es sogar zu einer Eintrübung der Hornhaut kommen. Paradoxerweise berichten manche Betroffene auch von tränenden Augen. Die Ursache ist in diesen Fällen ebenso ein gestörter Tränenfilm.
Ein trockenes Auge hat akute und langfristige Folgen
Trockene Augen, die kratzen und jucken, beeinträchtigen akut unser Wohlbefinden. Wie soll man sich wohlfühlen, wenn man das Gefühl hat, als ob grobe Sandkörner auf der Augenoberfläche herumtänzeln? Langfristig kann sogar die Sehqualität darunter leiden. Wenn diese abnimmt, versucht das Gehirn, diesen Verlust auszugleichen. Das führt zu einer zusätzlichen Anstrengung. Man blinzelt seltener, die Oberfläche des Auges trocknet noch weiter aus und es kommt zu verstärkten Reizungen. Man gerät in einen Teufelskreis aus Trockenheit, Schmerzen, Sehproblemen und Konzentrationsschwäche, was sich vor allem beim Lesen oder Autofahren bemerkbar macht.
Maßnahmen gegen die Beschwerden
Unser erster Tipp: Mit einfachen Maßnahmen eine augenfreundliche Umgebung gestalten. Trockene Raumluft kann durch regelmäßiges Lüften verbessert werden. Spaziergänge an der frischen Luft entlasten die Augen, vor allem nach längerer Bildschirmzeit. Wer digital arbeitet, sollte mindestens ein Mal pro Stunde eine kurze Pause einlegen, in die Ferne blicken und dabei häufiger blinzeln. Auch korrekt angepasste Sehhilfen sind wichtig. Lassen Sie Ihre Augen regelmäßig überprüfen, insbesondere dann, wenn Sie häufig unter Reizungen oder Sehproblemen leiden. Und denken Sie beim Autofahren nicht nur an die Verkehrssicherheit, sondern auch an Ihre Augen. Gönnen Sie ihnen regelmäßige Pausen. Der zweite Tipp: befeuchtende Augentropfen aus der Apotheke. Besonders gut verträglich sind Präparate ohne Konservierungsmittel. Inhaltsstoffe wie Phospholipide stärken die natürliche Fettschicht des Tränenfilms und reduzieren dessen Verdunstung. Augentropfen mit Inhaltsstoffen wie Phospholipiden, Dexpanthenol oder Hyaluronsäure helfen besonders gut: Sie stabilisieren den Tränenfilm, fördern die Regeneration und halten die Augen angenehm feucht. Damit behalten Sie den Durchblick – und nichts kann mehr ins Auge gehen.