5 Fakten über trockene Augen
Wenn das Auge nicht ausreichend von Tränenflüssigkeit überspannt ist, entstehen winzige Risse, die Jucken, Kratzen und Brennen verursachen. Warum der Tränenfilm instabil wird und wie Sie trockene Augen vermeiden, erfahren Sie in den 5 Fakten über trockene Augen.
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Wunderwerk Auge
Das menschliche Auge ist ein wahres Meisterwerk der Natur. Es enthält rund 120 Millionen Stäbchen und etwa 6 Millionen Zapfen. Diese sind für das Sehen von Licht, Bewegung und Farben verantwortlich. So verarbeiten wir etwa 80 % aller Sinneseindrücke über unser Sehvermögen. Um das Auge zu befeuchten, zu reinigen und vor Reizstoffen zu schützen, produziert es täglich etwa 0,5 bis 1,5 Milliliter Tränenflüssigkeit. Diese Tränenflüssigkeit sorgt dafür, dass es geschmeidig bleibt. Ist dieser Tränenfilm jedoch gestört, entstehen trockene Stellen – man spricht dann vom „trockenen Auge“.
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Was sind die Ursachen und Symptome von trockenen Augen?
Die häufigste Ursache ist ein instabiler Tränenfilm. Rund 80 % der Betroffenen haben dieses Problem, das meist durch Verdunstung verursacht wird. Eine Rolle spielen dabei Umweltfaktoren wie trockene Luft, Klimaanlagen und Bildschirmarbeit sowie eine Fehlfunktion der Meibom-Drüsen, die das Fett für den Tränenfilm produzieren. Bei den übrigen 20 % liegt ein Mangel an Tränenflüssigkeit vor. Die klassischen Symptome eines trockenen Auges sind Trockenheit, Brennen, Stechen, Juckreiz, Rötungen, ein Fremdkörpergefühl („Sandigkeit“), Schmerzen sowie allgemeine Augenmüdigkeit.
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Wie ist der schützende Tränenfilm aufgebaut?
Der Tränenfilm schützt und befeuchtet das Auge durch drei Schichten:
- Lipidschicht (fettige Schicht): Diese verhindert die Verdunstung der Tränenflüssigkeit und schützt das Auge vor äußeren Einflüssen.
- Wässrige Schicht: Sie liefert Feuchtigkeit sowie Nährstoffe und schützt vor Infektionen. Sie ist die dickste Schicht und versorgt das Auge mit allem, was es benötigt.
- Muzinschicht (innere Schicht): Diese Schicht sorgt dafür, dass die Tränenflüssigkeit an der Hornhaut haftet und gleichmäßig verteilt wird.
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Kann man trockene Augen selbst behandeln?
In den meisten Fällen reichen Augentropfen aus der Apotheke, um das Problem erfolgreich zu lindern. Wichtig ist jedoch, die richtigen Tropfen für Ihre individuellen Bedürfnisse zu wählen. Die Behandlung sollte auf jede Schicht des Tränenfilms abgestimmt sein – hierfür sorgt unter anderem die patentierte Tearshield Technology, die in manchen Tropfen enthalten ist. Lipide wie Sesamöl stabilisieren die Lipidschicht, indem sie eine Barriere gegen Verdunstung bilden und die Augenoberfläche beruhigen. Bei Problemen mit der wässrigen Schicht kommen oft Natriumhyaluronat oder Glycerin zum Einsatz, die Feuchtigkeit binden und das Austrocknen verhindern. Für die Muzin-Wasserschicht verbessern Tropfen mit Povidon und/oder Poloxamer die Wasserbindung und Stabilität.
Zusatz: In einigen Tropfen sorgt Menthol für eine kühlende Wirkung, was sofort das Brennen und Reizungen lindert, das allgemeine Wohlbefinden der Augen steigert und die Anwendung angenehmer macht.
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Prävention und Lebensstilfaktoren
Durch einfache Anpassungen des Lebensstils kann man trockene Augen oft verringern oder gegen die damit verbundenen Beschwerden vorbeugen:
- Bildschirmzeit reduzieren: Zu langes Starren auf Bildschirme führt zu weniger Blinzeln, und das stört den Tränenfilm. Hier hilft die 20-20-20-Regel: Sehen Sie alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf ein entferntes Objekt.
- Luftfeuchtigkeit erhöhen: Ein Luftbefeuchter in klimatisierten oder beheizten Räumen hilft, die Verdunstung des Tränenfilms zu verhindern.
- UV-Schutz: Sonnenbrillen schützen nicht nur vor UV-Strahlen, sondern auch vor Wind und trockener Luft, die die Verdunstung verstärken.
- Rauchen vermeiden: Rauchen verschlechtert die Tränenproduktion und verstärkt Entzündungen, was das Risiko für trockene Augen erhöht.
- Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit Omega-3-Fettsäuren (z. B. durch Fisch oder Nahrungsergänzungsmittel) fördert die Tränenproduktion und verringert Entzündungen.